erinnerungsort

fid ID ID2 Name ARTID ARTBEZ Info PLZ Strasse BezirkId Bezirk StadtteilId Stadtteil RegeId REGE Telefon Fax EMail FachID INTERNET Parkplaetze Beh_park Zugang Innerhalb WC Sonstiges GK2_RECHTS GK2_HOCH Bemerkung Y X Feld_1 Feld_2 Feld_3 Feld_4 Inklusion WEinheit Internetbeschreibung Schlagworte KATIDs KATBEZs Traeger FotoVorhanden Bild_ID ArtSynonyme
erinnerungsort.4355 4355 4355 Alfred und Margarethe Zingler 161 Erinnerungsort 45888 Margaretenhof 11 1 Mitte 14 Bulmke-Hüllen 1410 Bulmke-Hüllen-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Alfred_und_Margarethe_Zingler.aspx 5708969.0 368482.0 0 Mehrere Orte erinnern an Margarethe und Alfred Zingler, die sich in der Gelsenkirchener Sozialdemokratie für die Festigung und den Ausbau der Demokratie engagierten. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11808 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4356 4356 4356 August-Bebel-Haus 161 Erinnerungsort 45879 Gabelsbergerstraße 15 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_August-Bebel-Haus.aspx 5708681.0 367914.0 0 August Bebel (1840-1913) war bis zum Ersten Weltkrieg die zentrale Persönlichkeit der Sozialdemokratie. So benannte die Gelsenkirchener SPD das Haus nach ihrem langjährigen Vorsitzenden. Menschen, 5, Kultur, Sonstiges true 11805 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4357 4357 4357 Alte Horster Dorfkirche 161 Erinnerungsort 45899 Burgstraße 12 3 West 30 Horst 3010 Horst-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Alte_Horster_Dorfkirche.aspx 5711435.0 363061.0 0 Auf der Horster Burg, deren Anfänge auf das 11./12. Jahrhundert zurückgehen, befand sich mit der Burgkapelle die erste Horster Kirche, für die seit spätestens 1295 ein Geistlicher zur Verfügung stand. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges true 11806 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4358 4358 4358 Deportation jüdischer Kinder und Jugendlicher 161 Erinnerungsort 45879 Vor dem Gebäude der SB-Stelle der Sparkasse Gelsenkirchen Bahnhofsvorplatz 3 a isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Deportation_juedischer_Kinder_und_Jugendlicher.aspx 5707780.952113903 368324.3192216845 0 Erinnerung an die im "Dritten Reich" erfolgte Deportation der in Gelsenkirchen lebenden jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Ghettos und Lager. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4359 4359 4359 Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus" 161 Erinnerungsort 45891 Cranger Straße 323 4 Ost 40 Erle 4030 Erle-Süd birgit.klein@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Kultur/Museen_und_Dauerausstellungen/Dokumentationsstaette_Gelsenkirchen_im_Nationalsozialismus/index.aspx 5713568.0 367882.0 0 Ziel der Dauerausstellung an einer der wenigen erhaltenen historischen Stätten zur Geschichte des Nationalsozialismus in Gelsenkirchen ist es, die Ursachen und Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft am Beispiel der Ruhrgebietsstadt aufzuzeigen. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11815 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4360 4360 4360 Elisabeth Käsemann 161 Erinnerungsort 45879 Pastoratstraße 10 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Elisabeth_Kaesemann.aspx 5708617.0 367909.0 0 Elisabeth Käsemann schloss sich während der argentinischen Militärdiktatur der sozialistischen Arbeiterbewegung und verschiedenen Widerstandsgruppen an, unterstützte Gegner des Militärregimes und half Verfolgten bei Flucht und Emigration. Menschen, 5, Kultur, Sonstiges true 11830 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4361 4361 4361 Emil Kochmann 161 Erinnerungsort 45894 Nienhofstraße 34 2 Nord 20 Buer 2030 Buer-Ost isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Emil_Kochmann.aspx 5716120.0 365465.0 0 Emil Kochmann war ein jüdischer Anwalt aus Buer, der 1942 von den Nationalsozialisten verhaftet und schließlich in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11829 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4362 4362 4362 Ernst Käsemann im Pfarrhaus Rotthausen 161 Erinnerungsort 45884 Steeler Straße 48 5 Süd 52 Rotthausen 5220 Rotthausen-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Ernst_Kaesemann.aspx 5706334.0 366934.0 0 Von 1933 bis 1946 wirkte Dr. Ernst Käsemann (1906- 1998) als Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Rotthausen. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4363 4363 4363 Gelsenkirchener Bergwerks AG und Emil Kirdorf 161 Erinnerungsort 45886 Leithestraße 39 5 Süd 51 Ückendorf 5130 Ückendorf-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Gelsenkirchener_Bergwerks_AG_und_Emil_Kirdorf.aspx 5706543.0 368531.0 0 Die hiesigen Gebäude gehören zum Komplex der früheren Zeche Rheinellbe, deren Abteufen 1855 begann. Die vereinigten Bergwerke Rheinelbe und Alma waren die Stammzechen der von dem Industriellen Friedrich Grillo 1873 geschaffenen "Gelsenkirchener Bergwerks-AG" (GBAG), deren Verwaltungsgebäude hier entstanden. Nationalsozialismus, Wirtschaft , 5, Kultur, Sonstiges true 11824 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4364 4364 4364 Geschichte eines Schulstandortes (Gesamtschule Horst) 161 Erinnerungsort 45899 Devensstraße 15 3 West 30 Horst 3020 Horst-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Geschichte_eines_Schulstandortes.aspx 5711221.0 362901.0 0 An diesem Standort befindet sich seit 1928 eine Schule. Das erste Gebäude wurde für die Horster Rektoratsschule gebaut, die seit 1882 schon eine wechselvolle Geschichte an verschiedenen Orten in Horst hinter sich hatte. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11821 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4365 4365 4365 Gedenkstein in der Kampfbahn Glückauf 161 Erinnerungsort 45881 Kurt-Schumacher Straße 145 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Gedenkstein_in_der_Kampfbahn_Glueckauf.aspx 5710516.0 366790.0 0 Für die im Ersten Weltkrieg umgekommenen 17 Mitglieder des FC Gelsenkirchen-Schalke 04 wurde auf der „Kampfbahn Glückauf“ 1934 ein kleines Ehrenmal mit einem Gedenkstein in der Nähe des Haupteingangs geschaffen. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11825 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4366 4366 4366 Glückauf-Kampfbahn 161 Erinnerungsort 45881 Kurt-Schumacher-Straße 145 1 Mitte 12 Schalke-Nord 1210 Schalke-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Glueckauf-Kampfbahn.aspx 5710498.0 366793.0 0 Der FC Schalke 04, in den 1920er Jahren auf dem Weg an die Spitze des deutschen Fußballs, beschloss 1927 den Bau eines eigenen Stadions. Dies entsprach den Kommerzialisierungs- und Professionalisierungstendenzen in dem zum Massenzuschauersport aufsteigenden Fußball. Sport, 5, Kultur, Sonstiges true 11844 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4367 4367 4367 Grabstätte für Zwangsarbeiterinnen, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus dem Zweiten Weltkrieg 161 Erinnerungsort Westfriedhof, Grawenhof 25 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Grabstaette_fuer_Zwangarbeiterinnen_Zwangsarbeiter_und_Kriegsgefangene_aus_dem_Zweiten_Weltkrieg.aspx 5709240.0 365297.0 0 Auf diesem Gräberfeld sind 179 Männer und Frauen beerdigt, die während des Zweiten Weltkriegs zur Arbeit in Gelsenkirchen gezwungen wurden und dabei ums Leben gekommen sind. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11841 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4368 4368 4368 Opfer nationalsozialistischer Judenverfolgung an der Bochumer Straße 161 Erinnerungsort 45886 Bochumer Straße 190 5 Süd 51 Ückendorf 5130 Ückendorf-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Juedische_Geschaefte_an_der_Bochumer_Strasse_.aspx 5706478.0 369132.0 0 Nach der Volkszählung von 1933 lebten 1.616 Juden in Gelsenkirchen. Unter ihnen fanden sich Angehörige ganz unterschiedlicher Berufe, dabei aber besonders viele Kaufleute,weil Juden im Rahmen jahrhundertelanger Diskriminierung im christlichen Europa auf solche Berufe festgelegt worden waren. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11839 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4369 4369 4369 Der jüdische Friedhof in Gelsenkirchen-Bulmke 161 Erinnerungsort 45888 Oskarstraße 2 1 Mitte 14 Bulmke-Hüllen 1430 Bulmke-Hüllen-Süd isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Juedischer_Friedhof_in_Gelsenkirchen-Bulmke.aspx 5708763.0 369483.0 0 Das geschlossene Friedhofsgrundstück an der Wanner Straße / Ecke Oskarstraße wurde 1874 von der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen erworben und ist der älteste jüdische Friedhof in Gelsenkirchen. Zusammenleben, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4370 4370 4370 Kaufhaus Weiser 161 Erinnerungsort 45894 Hochstraße 7 2 Nord 20 Buer 2040 Buer-Zentrum isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Kaufhaus_Weiser.aspx 5715924.0 365181.0 0 Dieses ungewöhnliche Gebäude erinnert an das wirtschaftliche Lebenswerk des Textilkaufmanns und späteren Ehrenbürgers Josef Weiser (1881-1964). Menschen, 5, Kultur, Sonstiges true 11833 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4371 4371 4371 Pfarrer J. Matthias Hohn 161 Erinnerungsort 45888 Hohenzollernstraße 59 1 Mitte 14 Bulmke-Hüllen 1410 Bulmke-Hüllen-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Pfarrer_J._Matthias_Hohn.aspx 5708719.0 368850.0 0 Johannes Matthias Hohn wurde 1885 im Kreis Neuwied geboren. Nach seiner Priesterweihe (1914) kam er 1925 als Kaplan nach Gelsenkirchen-Schalke. Als Präses leitete er den örtlichen Knappenverein sowie den Beamtenverein. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11857 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4372 4372 4372 Politisch Verfolgte des Nationalsozialismus am Beispiel Heinrich König 161 Erinnerungsort 45879 Ahstraße 20 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Heinrich_Koenig.aspx 5708267.0 367765.0 0 Politisch Verfolgte des Nationalsozialismus am Beispiel Heinrich Königs. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4373 4373 4373 Polizeipräsidium Gelsenkirchen 161 Erinnerungsort 45894 Rathausplatz 4 2 Nord 20 Buer 2040 Buer-Zentrum isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Polizeipraesidium_Gelsenkirchen.aspx 5715671.0 365366.0 0 Im Kaiserreich war die Polizei vor allem eine kommunale Angelegenheit. In der Weimarer Republik erfolgte im Zuge der allgemeinen Demokratisierung eine Verstaatlichung und Aufgabenerweiterung. Das erforderte umfangreiche Neubauten. Politik, 5, Kultur, Sonstiges true 11856 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4374 4374 4374 Rathaus Buer 161 Erinnerungsort 45894 Goldbergstraße 12 2 Nord 20 Buer 2030 Buer-Ost isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Rathaus_Buer.aspx 5715878.0 365422.0 0 Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus erfolgte im Rathaus Buer der Wiederaufbau der kommunalen Demokratie. Bis 1961 tagte der Rat der Stadt Gelsenkirchen meist im Rathaus Buer, das in der ersten Hälfte der 1950er Jahre erweitert wurde. Politik, 5, Kultur, Sonstiges true 11854 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4375 4375 4375 Rolf-Rüssmann-Bolzplatz 161 Erinnerungsort 45896 Wallheckenweg isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Rolf-Ruessmann-Bolzplatz.aspx 5719739.0 365380.0 0 Rolf Rüssmann war einer der bekanntesten Fußballspieler des FC Gelsenkirchen-Schalke 04. Von 1969 bis 1980 war er der zentrale Spieler der Schalker Abwehr, 20 Spiele absolvierte er für die Nationalmannschaft. Sport, 5, Kultur, Sonstiges true 11853 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4376 4376 4376 Siedlung auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage Graf Bismarck 3/5 161 Erinnerungsort 45891 Frankampstraße isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Siedlung_auf_dem_Gelaende_der_ehemaligen_Schachtanlage_Graf_.aspx 5714616.0 367379.0 0 Durch Zusammenlegung von 17 Grubenfeldern entstand 1868 die Zeche Graf Bismarck. Mit Einverständnis des deutschen Reichskanzlers und preußischen Ministerpräsidenten war die Zechengesellschaft nach Otto von Bismarck benannt worden. Wirtschaft , 5, Kultur, Sonstiges true 11850 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4377 4377 4377 Verfolgung und Ermordung der Familie Haase 161 Erinnerungsort 45881 Kurt-Schumacher-Straße 4 1 Mitte 11 Schalke 1120 Schalke-Ost isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Verfolgung_und_Ermordung_der_Familie_Haase.aspx 5708842.0 367737.0 0 Nebenan im Haus Nr. 10, an der damaligen Kaiserstraße, wohnte die jüdische Familie Haase. Sie gehörte zu den alten Kaufleute-Familien Gelsenkirchens, die im Zuge des Industrialisierungsprozesses und der Zuwanderung seit Mitte des 19. Jahrhunderts nach Gelsenkirchen kamen. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11846 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4378 4378 4378 Verfolgung und Ermordung der Familie Löwenthal 161 Erinnerungsort 45884 Karl-Meyer-Straße 4 5 Süd 52 Rotthausen 5220 Rotthausen-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Verfolgung_und_Ermordung_der_Familie_Loewenthal.aspx 5706111.0 366715.0 0 An der Ecke Schonnebecker Straße/Karl-Meyer-Straße (Adresse Karl-Meyer-Straße 2) lebte die jüdische Kaufmannsfamilie Löwenthal.Die Familie des 1873 in Gronau geborenen Emil Löwenthal kam mit der Zuwanderung aus den ländlichen Gebieten in die boomenden Ruhrgebietsgemeinden um 1906 nach Rotthausen. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4379 4379 4379 Ehrenmal der Zeche Dahlbusch 161 Erinnerungsort 45884 Beethovenstraße / Steeler Straße isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Ehrenmal_der_Zeche_Dahlbusch.aspx 5706582.0 366912.0 0 Zur Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Werksangehörigen ließ die Bergwerksgesellschaft Dahlbusch im Jahr 1937 dieses Ehrenmal errichten. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4405 4405 4405 Gräberstätte für sowjetische Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter 161 Erinnerungsort 45899 Friedhof Horst-Süd, Am Schleusengraben 11 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Grabstaette_fuer_sowjetische_Zwangsarbeiter.aspx 5710813.0 363942.0 0 Auf dem Horster Südfriedhof befindet sich die größte Gräberstätte für sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in Gelsenkirchen. Die Gräberfelder wurden zum Ende des Zweiten Weltkrieges angelegt. Der Gedenkstein mit kyrillischer Inschrift wurde vermutlich im Jahr 1948 auf Veranlassung des Alliierten Kontrollrats errichtet. Die Inschrift erinnert an die Opfer und lautet sinngemäß: „Hier ruhen 884 sowjetische Bürger, die in der faschistischen Gefangenschaft in der Zeit von 1941 bis 1945 umgekommen sind.“ Die Erinnerungsorte-Tafel wurde 2014 in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für Stadt- und Verwaltungsgeschichte e.V. erstellt und im Jahr 2023 erneuert. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4406 4406 4406 Kapp-Putsch-Mahnmal 161 Erinnerungsort 45899 Am Schleusengraben 11 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Kapp-Putsch-Mahnmal.aspx 5710789.0 363923.0 0 Das Kapp-Putsch-Mahnmal erinnert an die Opfer des Engagements der Ruhr-Arbeiterschaft für Demokratie und Freiheit in Gelsenkirchen-Horst. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11835 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.4532 4532 4532 Rabbiner Dr. Siegfried Galliner 161 Erinnerungsort 45879 Georgstraße 2 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Rabbiner_Dr._Siegfried_Galliner.aspx 5708316.0 367984.0 0 Menschen, 5, Kultur, Sonstiges true 11855 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.6487 6487 6487 Richard von Weizsäcker 161 Erinnerungsort 45889 Bismarckstraße 193 1 Mitte 13 Bismarck 1310 Bismarck-West https://www.gelsenkirchen.de/de/stadtprofil/stadtgeschichten/erinnerungsorte/_Richard_von_Weizsaecker.aspx 5710141.0 368649.0 0 Die Tafel erinnert an den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der von 1950 bis 1954 in dem Haus Bismarckstraße 193 in Gelsenkirchen lebte. Menschen, 5, Kultur, städtisch true 213 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.6488 6488 6488 Das Ehrenmal Gelsenkirchen-Buer 161 Erinnerungsort 45894 Zum Ehrenmal isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Ehrenmal_Gelsenkirchen-Buer.aspx 5714846.0 365490.0 0 Das ehemals auch nationalsozialistische Ehrenmal erfuhr durch Ergänzung von Inschriften eine Umwidmung und dient heute als Mahnmal und Aufruf zum Frieden. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 214 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.6494 6494 6494 Kriegerdenkmal des Schalker Vereins 161 Erinnerungsort 45888 Stichstraße zwischen Wannerstraße und Europastraße https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Schalker_Verein.aspx 5708585.0 369541.0 0 Das im Jahr 1937 vom Gelsenkirchener Hüttenwerk Schalker Verein errichtete Denkmal wurde 2015 an seinen heutigen Standort versetzt und ergänzt und dient nun als Mahnmal für Frieden und Völkerverständigung. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 215 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.6607 6607 6607 Heinrich König, Vikar in Gelsenkirchen 161 Erinnerungsort 45879 Heinrich-König-Platz https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_U-Bahn_Heinrich_Koenig.aspx 5708267.0 367758.0 0 Heinrich König, geb. am 10. August 1924 in Paderborn kam 1935 als Vikar nach Gelsenkirchen an die St. Augustinus-Probsteigemeinde. Er starb am 24. Juni 1942 im KZ-Dachau Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 519,520 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.6610 6610 6610 Langemarckstraße 161 Erinnerungsort 45883 Langemarckstraße 6 1 Mitte 15 Feldmark 1512 Feldmark-Ost https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Langemarckstrasse.aspx 5708352.0 366436.0 0 Der "Mythos von Langemarck". Der Name "Langemarck" erinnert an ein sinnloses Blutbad im Ersten Weltkrieg und daran, wie eine verfälschende Darstellung der Geschichte ausgenutzt wurde, um Krieg zu verherrlichen. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 523 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.6623 6623 6623 Christuskirche 161 Erinnerungsort 45889 Trinenkamp 46 1 Mitte 13 Bismarck 1310 Bismarck-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Christuskirche.aspx 5710927.0 368546.0 0 Die Christuskirche, entworfen 1899 vom Bielefelder Architekten Alex Trappen, wurde am Reformationstag 1901 eingeweiht. Im November 1944 schwer getroffen, konnte die Kirche nach Wiederaufbau 1950 wieder genutzt werden. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 524 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.7432 7432 7432 Bergwerk Consolidation: Das nördliche Maschinenhaus von Schacht 9 161 Erinnerungsort 45889 Consolstraße isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Bergwerk_Consolidation_Das_noerdliche_Maschinenhaus_von_Schacht_9.aspx 5710274.0 368826.0 0 Im Rahmen eines großen Investitionsprogramms des Mannesmann- Konzernes ab Mitte der 1930er Jahre wurde der bis dahin als Reserve vorgehaltene nördliche Teil von Schacht 9 in Betrieb genommen und 1937 ein Gebäude für die Fördermaschine errichtet. Wirtschaft , 5, Kultur, städtisch false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.7446 7446 7446 Bergwerk Consolidation: Das südliche Maschinenhaus von Schacht 9 161 Erinnerungsort 45889 Consolstraße isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Bergwerk_Consolidation_Das_suedliche_Maschinenhaus_von_Schac.aspx 5710274.0 368826.0 0 Das südliche Maschinenhaus entstand 1923 im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme von Schacht 9 nach einem Entwurf des Zechenbaumeisters Heinrich von Bonin (1871 – 1927). Wirtschaft , 5, Kultur, städtisch true 11803 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.7447 7447 7447 Bismarckstraße 177, ehemaliges Postamt 161 Erinnerungsort 45889 Bismarckstraße 177 1 Mitte 13 Bismarck 1310 Bismarck-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Bismarckstrasse_177_ehemaliges_Postamt.aspx 5710001.0 368576.0 0 1891 baute der Kaufmann Heinrich Linden, der gegenüber bereits eine Gaststätte und einen Laden besaß, dieses Gebäude und vermietete es an die 1871 gegründete Reichspost. Der Entwurf stammt von dem Architekten H. Walter aus Wanne, der für die Fassade Formsteine wie zur Zeit der Backsteingotik verwendete. Zusammenleben, 5, Kultur, städtisch true 11800 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.7448 7448 7448 Ehemalige Schule Paulstraße 4 161 Erinnerungsort 45889 Paulstraße 4 1 Mitte 13 Bismarck 1310 Bismarck-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Ehemalige_Schule_Paulstrasse_4.aspx 5710691.0 368850.0 0 Das durch die Amtsverwaltung Braubauerschaft von 1896 bis 1901 errichtete Gebäude wurde als „Katholische Paulschule“ erbaut. In den 1920er Jahren besuchten es evangelische Schüler, ab 1939 wurde es eine Gemeinschaftsschule und nach 1945 wieder eine Evangelische Volksschule. Bis 1978 wurde das Gebäude als „Hilfsschule“ und „Sonderschule“ genutzt. Lehrer ohne feste Anstellung richteten hier 1987 ein „Pädagogisches Zentrum“ mit Schwerpunkt auf Förderung von ausländischen Kindern ein. Menschen, 5, Kultur, städtisch true 11811 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.7449 7449 7449 Fährunglück auf dem Rhein-Herne-Kanal am 7. April 1946 161 Erinnerungsort 45889 Münsterstraße 68 1 Mitte 13 Bismarck 1310 Bismarck-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Faehrunglueck_auf_dem_Rhein-Herne-Kanal.aspx 5712430.0 368704.0 0 Auf Grund der Sprengung alle Brücken über den Rhein-Herne-Kanal im Gelsenkirchener Stadtgebieten durch die zurückweichende Wehrmacht waren somit ab dem 28. März 1945 sämtliche Verbindungsstraßen zwischen dem Norden und Süden der Stadt nicht mehr passierbar. Daher wurde Anfang 1946 ein behelfsmäßiger Fährbetrieb eingerichtet. Am Sonntag, dem 7. April 1946 kenterte eine nahezu voll besetzte Fähre, sodass alle Passagiere in das Wasser stürzten. Bis zum Eintritt der Dämmerung konnten zwei Kinder, fünf Frauen und dreizehn Männer leider nur noch tot geborgen werden. Menschen, 5, Kultur, städtisch false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.7450 7450 7450 Waterbergstraße 161 Erinnerungsort Tafel quer auf Ständer 45888 Waterbergstraße 20 1 Mitte 14 Bulmke-Hüllen 1420 Bulmke-Hüllen-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Waterbergstrasse.aspx 5709655.0 369839.0 0 Zwischen 1904 und 1907 führte das Deutsche Reich in der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, einen Krieg gegen die indigene Bevölkerungsgruppe der Herero. Am 11. August 1904 kam es in der Nähe des Waterbergs zu einer entscheidenden Schlacht, in der bis zu 80.000 Menschen, also etwa 80 Prozent der Herero, ums Leben kamen. Heute wissen wir, dass die Schlacht am Waterberg für den Auftakt zum ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts steht. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 11872 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.7471 7471 7471 Jüdische Schüler am Grillo 1933 bis 1938 161 Erinnerungsort 45879 Hauptstraße 60 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Juedische_Schueler_am_Grillo.aspx 5708598.0 368151.0 0 Die Tafel erinnert an 34 jüdische Schüler am damaligen städtischen Realgymnasium für Jungen, die mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 und der beginnenden Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, nach und nach die Schule verlassen mussten. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 11838 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.7473 7473 7473 Volkshaus Rotthausen 161 Erinnerungsort 45884 Grüner Weg 3 5 Süd 52 Rotthausen 5220 Rotthausen-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Volkshaus_Rotthausen/index.aspx 5706582.771706367 366645.24581469106 0 Das Volkshaus Rotthausen wurde 1920 eingeweiht und diente sowohl als Verwaltungssitz der Bürgermeisterei Rotthausen als auch als kultureller und sportlicher Veranstaltungsort. Ab August 1933 fungierte das Volkshaus als SS Führerschule. 1945 zog dort eine Polizeiwache ein, bevor es 1984 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 528,529,530 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.8797 8797 8797 Sportstadt Gelsenkirchen 161 Erinnerungsort 45891 Ernst-Kuzorra-Weg 1 4 Ost 40 Erle 4040 Erle-West https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Sportstadt_Gelsenkirchen.aspx 5713796.702860955 365687.4032883378 0 Die Informationen zur "Sportstadt Gelsenkirchen" befinden sich auf der Rückseite der Infotafel der Deutschen Fußball Route NRW, die vor dem Fanshop des FC Gelsenkirchen Schalke 04 auf dem Vereinsgelände steht. Die Tafel erinnert an die traditionsreiche Fußballgeschichte des Vereins bis in die heutige Zeit. Sport, 5, Kultur, städtisch true 11849 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.8804 8804 8804 Gefallenenehrung mit Passions-Gemäldezyklus 161 Erinnerungsort 45889 Trinenkamp 46 1 Mitte 13 Bismarck 1310 Bismarck-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Gefallenenehrung_mit_Passions-Gemaeldezyklus.aspx 5710949.944548723 368574.76643022744 0 Im Jahr 1924 gab die Evangelische Gemeinde Bismarck eine „Kriegerehrung“ zum Gedenken an ihre Mitglieder in Auftrag, die als Soldaten im Ersten Weltkrieg oder an dessen Folgen gestorben waren. Eingelagert in einem Banktresor überstanden die Gemälde den Zweiten Weltkrieg unbeschadet. Die Gemälde wurden im Jahr 2006 restauriert, um als mahnendes Zeugnis nationalistischen Denkens der 1920er Jahre erhalten zu bleiben. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 535 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.8824 8824 8824 Die Alte Mitte Gelsenkirchens 161 Erinnerungsort 45879 Heinrich-König-Platz isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Die_Alte_Mitte_Gelsenkirchens.aspx 5708321.1960236505 367754.3282187959 0 Etwa seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert gruppierte sich hier ein kleiner Ring niedriger Häuser um eine kleine Kirche aus dem späten 11. Jahrhundert. Der Straßenname „Rundhöfchen“ erinnert an die Bebauung des mittelalterlichen Dorfes. Im Rahmen der Stadterneuerung Gelsenkirchens bekam der Heinrich-König-Platz zwischen 2013 und 2017 ein neues, urbanes Erscheinungsbild. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 536,537,538,539 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.11258 11258 11258 Bahnhof Gelsenkirchen Rotthausen 161 Erinnerungsort 45884 Am Dahlbusch, Zugang Karl-Meyer-Straße isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Bahnhof_Gelsenkirchen_Rotthausen.aspx 5706197.5365544 367243.7057042494 0 Im Jahr 1861 baute die Zeche Dahlbusch gemeinsam mit der Zeche Bonifacius von Kray über Rotthausen eine Anschlussstrecke zur Köln-Mindener-Eisenbahn und zum Bahnhof Gelsenkirchen. Der Haltepunkt „Dahlbusch“ wurde 1878 eingeweiht. Wirtschaft , 5, Kultur, städtisch true 615 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.11259 11259 11259 Bergbausammlung Rotthausen 161 Erinnerungsort 45884 Belforter Straße 20 5 Süd 52 Rotthausen 5220 Rotthausen-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Bergbausammlung_Rotthausen.aspx 5705889.734582595 366770.32071883156 0 Aus einer Kooperation mit dem 1987 gegründeten Stadtteilarchiv Rotthausen zusammen mit dem Heimatbund Gelsenkirchen e.V. entstand eine eigene Sammlung, die heutige Bergbausammlung Rotthausen. 5, Kultur, städtisch true 616 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.11260 11260 11260 Karl-Meyer-Straße 161 Erinnerungsort 45884 Karl-Meyer-Straße 29 5 Süd 52 Rotthausen 5220 Rotthausen-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Karl-Meyer-Strasse.aspx 5706152.786493539 366936.8180406877 0 Die Wohn- und Geschäftsstraße, die heute nach Karl Meyer benannt ist, entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Aus Anlass der Ausgemeindung aus der Bürgermeisterei Stoppenberg beschloss der Gemeinderat die Umbenennung der bisherigen Victoriastraße in „Karl-Meyer-Straße“ – zu Ehren des langjähren Stoppenberger Bürgermeisters. Zusammenleben, 5, Kultur, städtisch true 617 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.11261 11261 11261 Landschaftspark Mechtenberg 161 Erinnerungsort 45884 Mechtenbergstraße 127-129 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Landschaftspark_Mechtenberg.aspx 5706120.462738193 367579.82237824565 0 Der 84 Meter hohe Mechtenberg ist eine der seltenen natürlichen Erhebungen in dieser Region. Der Name der Erhebung könnte auf „mächtigen Berg“ zurückgehen. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 11831 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.11264 11264 11264 Seilbahn der Zeche Dahlbusch 161 Erinnerungsort 45884 Rotthauser Straße isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Seilbahn_Zeche_Dahlbusch.aspx 5706972.042042929 367173.95764784276 0 Die Seilbahn der Zeche Dahlbusch war einst ein Wahrzeichen des Stadtteils Rotthausen. Die 1925 von der Firma Pohlig errichtete Lorenseilbahn diente zum Transport von Kokskohle. Auf einer Gesamtlänge von 1.390 Metern überwand die Seilbahn einen Höhenunterschied von 35 Metern. In 90 Seilbahnwagen konnten pro Stunde 86 Tonnen Kokskohle zur Kokerei befördert werden. Wirtschaft , 5, Kultur, städtisch true 619 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.11265 11265 11265 Villa Dahlbusch 161 Erinnerungsort 45884 Steeler Straße 61 5 Süd 52 Rotthausen 5220 Rotthausen-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Villa_Dahlbusch.aspx 5706283.33424111 366950.48705053586 0 Die Villa Dahlbusch wurde 1882 nach Plänen des Architekten Peter Zindel für den Generaldirektor der Zeche Dahlbusch, Bruno Schulz-Briesen (1832–1919), erbaut. Schulz-Briesen, der das Bergwerk Dahlbusch seit 1863 leitete, bewohnte die Villa bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1899.Seit dem 16. Oktober 1986 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Wirtschaft , 5, Kultur, städtisch true 620 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.51474 51474 51474 Bestattungsstätte der Skelettfunde von Schloss Horst 161 Erinnerungsort 45899 Am Schleusengraben 11 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Bestattungsstaette_der_Skelettfunde_von_Schloss_Horst.aspx 5710992.272766422 363395.0587445576 0 Bei der Ausgrabung in den Jahren 2002 bis 2005 wurden über 450 menschliche Skelette in unterschiedlichen Erhaltungszuständen geborgen, die sowohl auf dem Kirchhof als auch teilweise in der Kirche bestattet worden waren. Im November 2017 wurden die Gebeine erneut bestattet. Vor der Industrie, 5, Kultur, städtisch true 624 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.51659 51659 51659 Westermanns Hof 161 Erinnerungsort 45883 Eggmannstraße 51 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Westermanns_Hof.aspx 5709367.811753654 364307.22733116866 0 Der ehmalige Westermanns Hof befindet sich heute im Eigentum vom Ziegenmichel und wird als Ziegenmichelhof von der Landwirtin Sabine Müller als landwirtschaftlicher Betrieb geführt. Des Weiteren ist der Hof Ankerpunkt für Umwelt, Bildung, Integration und Regionalentwicklung für Bildung nachhaltiger Entwicklung (BNE). Vor der Industrie, 5, Kultur, städtisch true 749 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.51660 51660 51660 Gelsenguss aus dem Gussstahlwerk 161 Erinnerungsort 45886 Munscheidstraße 14 5 Süd 51 Ückendorf 5130 Ückendorf-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Gelsenguss_aus_dem_Gussstahlwerk.aspx 5706920.309543431 368653.22341846453 0 1861 gründeten Hermann Strassburger und sein Bruder Johann an der Rheinelbestraße eine kleine Eisengießerei und legten damit den Grundstein für eine lange und erfolgreiche Entwicklung. 1984 wurde wegen des Niedergangs der Kohle- und Schwerindustrie des Ruhrgebiets die Produktion des Werks eingestellt. Auf der Industriebrache entstand später der Wissenschaftspark, der 1995 eröffnet wurde. Wirtschaft , 5, Kultur, städtisch true 750 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.51661 51661 51661 Der Stadtgarten Gelsenkirchen 161 Erinnerungsort 45879 Zeppelinllee 51 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Der_Stadtgarten_Gelsenkirchen.aspx 5707879.9127172455 367025.72077099315 0 Der Stadtgarten wurde 1897 durch den damaligen Oberbürgermeister Wilhelm Vattmann (1847–1902) als „Kaiser- Wilhelm-Park“ eröffnet und über Jahrzehnte kontinuierlich weiter entwickelt. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 751 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.51662 51662 51662 Die Ermordung von „Ostarbeitern“ im Stadtgarten 161 Erinnerungsort 45883 Zeppelinallee 51 1 Mitte 15 Feldmark 1512 Feldmark-Ost isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Ermordung_von_Ostarbeitern_im_Stadtgarten.aspx 5707837.56151627 366977.4046121299 0 Im Jahr 1944 mussten in Gelsenkirchen etwa 40.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter schuften. Sie stammten zumeist aus Osteuropa und waren in Lagern im gesamten Stadtgebiet untergebracht. In Gelsenkirchen kam es in den letzten Kriegstagen zu mehreren Exekutionen von „Ostarbeitern“, u.a. im Stadtgarten. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 752 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.51663 51663 51663 Mahnmal für die deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges 161 Erinnerungsort 45883 Zeppelinallee 51 1 Mitte 15 Feldmark 1512 Feldmark-Ost isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Mahnmal_fuer_die_deutschen_Kriegsgefangenen_des_Zweiten_Weltkrieges.aspx 5707946.6532069715 367332.5309803752 0 Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 753 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.51706 51706 51706 Ernst Alexander 161 Erinnerungsort 45891 Arenaring 1 4 Ost 40 Erle 4040 Erle-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Ernst_Alexander.aspx 5713326.536219475 366006.5415981288 0 Ernst Alexander wurde am 5. Februar 1914 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Gelsenkirchen geboren. Bis 1933 war er Fußballspieler des FC Schalke 04. 1938 floh Ernst Alexander vor den Nationalsozialisten in die Niederlande und wurde von dort am 15. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert, wo er nur sechs Wochen später starb. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 758 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.53535 53535 53535 Carl von Wedelstaedt 161 Erinnerungsort 45886 Parkstraße 21 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Carl_von_Wedelstaedt.aspx 5706198.469493568 369252.1579248761 0 Carl von Wedelstaedt wurde 1864 in Höxter als Sohn eines preußischen Offiziers geboren. Nach seiner militärischen Karriere wechselte er in die kommunale Verwaltung. Schon während seiner Ausbildung am damals selbstständigen Amt Schalke kam er 1889 erstmals mit dem Raum Gelsenkirchen in Berührung, dem er später über Jahrzehnte verbunden sein sollte. Menschen, 5, Kultur, städtisch true 11799 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.53536 53536 53536 Erinnerungsstätte für verunglückte Bergleute im Gelsenkirchener Norden 161 Erinnerungsort Tafel mit Gestell 45894 Ortbecktraße 2 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Erinnerungsstaette_fuer_verunglueckte_Bergleute_im_Gelsenkirchener_Norden.aspx 5715544.302866207 366675.9785426997 0 Im Raum Buer wurde zwischen 1877 und 2008 Steinkohle gefördert. Auf den Zechen Hugo (Buer), Graf Bismarck (Erle/Resser Mark), Ewald (Resse), Bergmannsglück (Hassel), Westerholt (Hassel) und Scholven arbeiteten in diesem Zeitraum Zehntausende Bergleute. Viele von ihnen kostete ihr gefährlicher Beruf das Leben. Hunderte starben bei alltäglichen Unfällen und bei größeren Grubenunglücken. Zusammenleben, 5, Kultur, städtisch true 11827 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.53537 53537 53537 Das Außenlager des KZ Buchenwald in Gelsenkirchen-Horst 161 Erinnerungsort Tafel auf Gestell 45899 Am Schleusengraben 11 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_aussenlager_KZ_Buchenwald.aspx 5710803.998331817 363972.5470853716 0 Im Zweiten Weltkrieg wurden beim Werk Gelsenberg zahlreiche Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt. Der kriegswichtige Standort war immer wieder Ziel alliierter Luftangriffe. Am 13. Juni 1944 wurde das Hydrierwerk schwer getroffen und die Produktion lahmgelegt. Daraufhin wurde die sofortige Beseitigung der Schäden durch Zwangsarbeiterinnen befohlen. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 11797 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.53538 53538 53538 Grab und Mahnmal für die Opfer von Rassismus und Zwangsarbeit im KZ-Außenlager Gelsenberg 161 Erinnerungsort Tafel auf Gestell im Sonderformat 45899 Friedhof Horst-Süd, Am Schleusengraben 11 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_KZ-Aussenlager_Gelsenberg.aspx 5710802.066006978 363983.2947054841 0 Das Mahnmal erinnert an etwa 150 ungarische Jüdinnen aus dem damaligen ungarisch-rumänischen Grenzbereich, die in einem Außenlager des KZ Buchenwald in Gelsenkirchen-Horst untergebracht waren. Die Mädchen und Frauen, die bei dem damaligen Hydrierwerk der Gelsenberg AG Zwangsarbeit verrichten mussten, kamen bei der Bombardierung des Werkes am 11. September 1944 nicht zuletzt deshalb ums Leben, weil ihnen der Zutritt zu Bunkern und Schutzgräben verboten war. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 11843 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.53617 53617 53617 Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im Stadtgarten 161 Erinnerungsort 45883 Zeppelinallee 51 1 Mitte 15 Feldmark 1512 Feldmark-Ost isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/_Mahnmal_fuer_die_Opfer_des_Nationalsozialismus_im_Stadtgarten.aspx 5707570.997901599 367099.9211171269 0 Am 9. November 2018 wurde die Erinnerungsorte-Tafel Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im Rahmen der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Pogrome in der sogenannten „Reichskristallnacht“ öffentlich durch den Oberbürgermeister Frank Baranowski vorgestellt und der Öffentlichkeit übergeben. Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch true 3235 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.54031 54031 54031 Denkmal für Friedrich Grillo 161 Erinnerungsort 45881 Grillostraße 51 1 Mitte 11 Schalke 1110 Schalke-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Denkmal_fuer_Friedrich_Grillo_1825-1888.aspx 5709389.088237257 367491.37693654094 0 Der Essener Kaufmann Friedrich Grillo zählt zu den bedeutendsten Industriepionieren des Ruhrgebiets. Zwischen 1854 und 1887 war er an der Gründung von über 50 Unternehmen beteiligt, die meisten davon überaus erfolgreich. Menschen, 5, Kultur, Sonstiges true 11795 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.54064 54064 54064 Neumarkt und Commerzbank 161 Erinnerungsort 45879 Neumarkt 3 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Neumarkt_und_Commerzbank.aspx 5708237.669957074 367903.07548940275 0 Eine städtebaugeschichtliche Erinnerungsorte-Tafel für den Neumarkt und die Commerzbank. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 11858 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.54065 54065 54065 Verwaltung und Betriebsbahnhof der BOGESTRA 161 Erinnerungsort 45879 Hauptstraße 55 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Verwaltung_und_Betriebsbahnhof_Bogestra.aspx 5708652.134773121 368174.6175270164 0 Eine städtebaugeschichtliche Erinnerungsorte-Tafel für die Verwaltung und den Betriebsbahnhof der BOGESTRA. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 11845 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.55190 55190 55190 Wiehagenschule - Schule unter Denkmalschutz 161 Erinnerungsort 45879 Josefstraße 28 5 Süd 50 Neustadt 5010 Neustadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Wiehagenschule.aspx 5707388.602189888 368250.95741348923 0 Eine städtebaugeschichtliche Erinnerungsorte-Tafel für die Wiehagenschule Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 11870 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124190 124190 124190 Rosa Böhmer - die Auslöschung einer Familie 161 Erinnerungsort 45879 Rosa-Böhmer-Platz isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Rosa_Boehmer.aspx 5708444.23142093 367644.09393070545 0 Rosa Böhmer war neun Jahre alt, als sie am 13. August 1943 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. In Auschwitz starben auch ihre Mutter und ihre acht Geschwister, ihr Vater war zwei Jahre vorher im Konzentrationslager Niederhagen ums Leben gekommen. Rosa wurde am 22. September 1933 in Gelsenkirchen-Buer geboren, sie hatte die deutsche Staatsangehörigkeit und war katholisch getauft. Ihr Vater Karl Böhmer war Musiker; mit ihrer Mutter Anna und den Geschwistern lebten sie auf engstem Raum, zuerst in einem Wohnwagen, später in einer kleinen Wohnung. Als Angehörige der Sinti wurden sie von den Nationalsozialisten als „Asoziale“ bezeichnet und permanent vom Fürsorge- und Gesundheitsamt kontrolliert. Die Familie war von staatlichen Unterstützungszahlungen abhängig. Rosa wurde früh aus der Familie genommen und in ein Kinderheim „zur Erziehung“ gebracht, wo schreckliche Zustände herrschten. Sie kam als Pflegekind zu dem Ehepaar Johannes und Theresia Hunke nach Hövelhof im Kreis Paderborn, das sich liebevoll um Rosa kümmerte. Das Mädchen wurde am 5. März 1943 vermutlich direkt von der Schule abgeholt, nach Gelsenkirchen zurückgeschickt und von dort einige Tage später mit ihrer Familie nach Auschwitz deportiert. Die Pflegeeltern versuchten verzweifelt, Rosa zurückzuholen. Die Kriminalpolizei riet dem Ehepaar nun, anstelle des „Zigeunerkindes“ doch ein „arisches Waisenkind“ in Pflege zu nehmen. Nach dem Krieg suchten die Pflegeeltern mit allen Mitteln weiter und erfuhren so vom Tod des Mädchens. Rosa Böhmer teilte das Schicksal von Tausenden Sinti und Roma, die unter dem Rassenwahn der Nationalsozialisten leiden und sterben mussten. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11852 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124191 124191 124191 Fritz Rahkob – kommunistischer Widerstandskämpfer aus Gelsenkirchen 161 Erinnerungsort 45879 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Fritz_Rahkob.aspx 5708496.29764535 367605.30284416187 0 Geboren am 25. Juli 1885 in Rotthausen, hingerichtet am 24. August 1944 in Stuttgart, bestattet am 14. September 1947 auf dem „Urnenfeld für proletarische Freidenker und Freunde der Feuerbestattung“ auf dem Rotthauser Friedhof. Fritz Rahkob kam aus einfachen Verhältnissen, er arbeitete als Bergmann auf verschiedenen Zechen. Im Ersten Weltkrieg war er zwei Jahre Soldat, bis er in den heimischen Bergbau zurückbeordert wurde. Seit 1920 war er Mitglied der KPD. Infolge eines schweren Unfalls zum Berginvaliden geworden, fand Rahkob eine neue Arbeit bei der kommunistischen Zeitung „Ruhr-Echo“. Mit seiner Frau Emma und den beiden Kindern Ferdinand und Irmgard lebte Rahkob seit 1929 im neugebauten „Volkshaus“ der KPD in Schalke. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten befand sich die kommunistische Familie Rahkob sofort im Visier der Staatsmacht. Fritz und Emma Rahkob, aber auch ihr Sohn Ferdinand kamen für viele Monate in Untersuchungshaft und wurden später zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt, da ihnen „Vorbereitung zum Hochverrat“ vorgeworfen wurde. 1936 wurde Fritz Rahkob in das KZ Sachsenhausen eingewiesen. Nach seiner Entlassung zwei Jahre später musste er sich wöchentlich bei der Polizei melden. Er wurde als Hilfsarbeiter abgeordnet. In dieser Zeit starb seine Tochter Irmgard mit nur 23 Jahren. Trotz möglicher Gefahren entschloss sich Rahkob, den Kommunisten Franz Zielasko zu unterstützen, der die KPD im Ruhrgebiet neu aufzubauen versuchte. Zielasko wurde aber im August 1943 verraten und unter Folter ermordet. Die Gestapo verhaftete insgesamt 44 Personen, viele von ihnen wurden zum Tode verurteilt. Fritz Rahkob starb im Alter von 59 Jahren; am Tag seiner Hinrichtung wurde Emma Rahkob verhaftet und ins Frauengefängnis in Minden gesteckt. Sie und ihr Sohn Ferdinand überlebten das „Dritte Reich“. Sie sind ebenfalls auf dem Urnenfeld für proletarische Freidenker begraben. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124192 124192 124192 Leopold Neuwald 161 Erinnerungsort 45879 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Leopold_Neuwald.aspx 5708590.787764733 367629.5561739846 0 Leopold Neuwald (1877-1944) stammte aus einer der ältesten jüdischen Familien Gelsenkirchens. Seine Eltern gründeten bereits 1880 das Manufakturgeschäft „Betten Neuwald“, in dem zwischenzeitlich mehr als 30 Angestellte beschäftigt waren. Nach dem Besuch der israelitischen Volksschule Gelsenkirchens absolvierte Leopold Neuwald eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete zunächst in verschiedenen Textilgeschäften. Mit seiner Frau Martha bekam er vier Söhne. Zwischen 1914 und 1918 war er Soldat im Ersten Weltkrieg, aus dem er verwundet zurückkehrte. Wenige Jahre später wurde er Mitinhaber des Familienunternehmens in Gelsenkirchen. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten bekam die Familie Neuwald die menschenverachtenden antisemitischen Maßnahmen zu spüren, die 1933 mit dem Boykott der Geschäfte jüdischer Kaufleute begannen. Schrittweise wurde Leopold Neuwald seiner Existenzgrundlage beraubt und er verlor Hab und Gut. Während der Novemberpogrome 1938 wurde das Geschäft im Haus der Familie an der Arminstraße 15 verwüstet. In der Folgezeit musste Familie Neuwald dort auf engstem Raum mit anderen jüdischen Familien leben, die ihre Wohnungen zwangsweise hatten räumen müssen. Am 27. Januar 1942 wurden Leopold Neuwald und seine Angehörigen in das Ghetto von Riga deportiert. Er starb im Sommer 1944 in einem Außenlager des KZ Kaiserwald an den unmenschlichen Lebensbedingungen. Insgesamt wurden 24 Mitglieder der Familie Neuwald von den Nationalsozialisten ermordet. Nur zwei seiner Söhne, Kurt und Ernst, überlebten den Holocaust. Beide kehrten nach Gelsenkirchen zurück. Kurt Neuwald gründete das Familiengeschäft neu und beteiligte sich maßgeblich am Wiederaufbau der jüdischen Kultusgemeinde. Anlässlich des 50. Jahrestages der Novemberpogrome wurde am 9. November 1988 dieser Platz nach Leopold Neuwald benannt – in Erinnerung an alle jüdischen Opfer von Verfolgung und Völkermord aus Gelsenkirchen. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124193 124193 124193 Bildungszentrum 161 Erinnerungsort 45879 Ebertstraße 19 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Bildungszentrum.aspx 5708562.049956141 367577.3521975341 0 Das Bildungszentrum entstand ab 1966 nach Plänen des Münsteraner Architekten Harald Deilmann unter dem ursprünglichen Namen „Haus der Erwachsenenbildung“. Die kräftigen Einzelformen und das robuste Material des im Januar 1972 eröffneten Gebäudes spiegeln den Zeitgeschmack wider. Das damals entwickelte Gelsenkirchener Stadt-Logo sitzt dekorativ auf der Fassade.Der Gebäudekomplex war Teil einer städtebaulichen Neuordnung im Zuge des vierspurigen Ausbaues der Kreuzung Flora-/Overwegstraße. Das von Ewald Baumeister entworfene Hochhaus „Weißer Riese“ wurde 1977 fertig. Zuvor standen hier Wohnhäuser und die vor 1900 erbaute städtische Feuerwache. An diesem Standort wurden die 1911 gegründete Stadtbücherei und die Volkshochschule Gelsenkirchen zusammengefasst, die 1919 entstanden war, um allen Menschen unabhängig von Herkunft, Vorbildung und Einkommen Zugang zu Kultur und Bildung zu ermöglichen. Zwischen 1989 und 2000 war hier auch das Institut für Stadtgeschichte untergebracht, bis es mit seinen Archivbeständen in den Wissenschaftspark umzog. Vom Bildungszentrum Gelsenkirchen gingen über die Stadtgrenzen hinaus nachhaltige Impulse aus – so durch den hier 1971 gegründeten Werkkreis „Literatur der Arbeitswelt“ und das hier verfasste NRW-Weiterbildungsgesetz von 1974, das Kommunen verpflichtete, Volkshochschulen zu errichten und zu unterhalten. Die „Heinzefrauen“ fanden ab 1979 im Bildungszentrum Unterstützung in ihrem Kampf um gleichen Lohn für gleiche Arbeit und für die berufliche Gleichberechtigung von Frauen. Das Bildungszentrum beheimatet bis heute die Stadtbibliothek und die Volkshochschule Gelsenkirchen. Offen für den Austausch über aktuelle gesellschaftliche Themen, bieten die Einrichtungen eine thematische Vielfalt in Politik, Kultur und Interkultur, Arbeitswelt, Sprachen, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Das Bildungszentrum steht allen Menschen offen und ist ein wichtiger Begegnungs-, Lern-, Kultur- und Veranstaltungsort in der Stadt. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges true 11802 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124199 124199 124199 Synagoge Gelsenkirchen 161 Erinnerungsort 45879 Georgstraße 2 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Neue_Synagoge.aspx 5708280.492128493 367959.7738976914 0 Ursprünglich war für Juden allein der Tempel in Jerusalem der Ort für Gottesdienste. Nach dessen Zerstörung im Jahr 70 und der Zerstreuung der Juden entstanden in Orten mit dauerhaftem jüdischen Leben „Synagogen“ als Räume des Gebetes und des Lernens. Erst durch die Stein-Hardenbergschen Reformen erhielten Juden innerhalb des Königreiches Preußen Freizügigkeit. Um 1830 ließen sich die ersten jüdischen Familien in Gelsenkirchen nieder. Sie gehörten zur Gemeinde Wattenscheid. 1861 lebten etwa 60 Menschen „mosaischen Glaubens“ in (Alt-)Gelsenkirchen. Eine Synagogengemeinde Gelsenkirchen entstand 1863. Sie ließ 1884/85 nach Plänen des Essener Architekten Peter Zindel eine Synagoge bauen. Diese wurde am 9. November 1938, in der sogenannten „Reichskristallnacht“ von Nationalsozialisten angezündet und anschließend abgetragen. Die Kosten dafür musste die jüdische Gemeinde aufbringen. 1933 lebten in den verschiedenen Teilen der Stadt 1616 Juden. Einige konnten sich durch Auswanderung oder Flucht retten; die Mehrzahl wurde in der NS-Zeit ermordet. Nach 1945 begründeten Überlebende um Kurt Neuwald, dessen Familie seit drei Generationen in Gelsenkirchen ansässig war, die jüdische Gemeinde neu. Sie richteten sich 1957 in dem Haus Von-der-Recke-Straße 9 Gebets- und Gemeinderäume ein. Die Gemeinde wuchs ab den 1990er Jahren durch Zuzug aus der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten. Für Gottesdienst und Gemeindeleben reichte nun der Raum nicht mehr aus. Land und Stadt unterstützten einen Neubau. Auf dem Grundstück der früheren Synagoge entwarfen die Gelsenkirchener Architekten Benedikta Mihsler und Reinhard Christfreund ein Gebäude, das neben einem großen Gebetsraum im Obergeschoss auch Platz für die Kinderund Jugendarbeit, einen Gemeindesaal, eine Bibliothek und Büros enthält. Am 1. Februar 2007 wurde die neue Synagoge unter großer Anteilnahme der Bevölkerung feierlich eingeweiht. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges true 11847 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124209 124209 124209 Dr. Fritz Lenig 161 Erinnerungsort 45879 Klosterstraße 14 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Dr._Fritz_Lenig_.aspx 5708111.8089757925 367828.7744783713 0 Dr. Fritz Levisohn arbeitete seit 1931 als Arzt in Gelsenkirchen. Seine Praxis befand sich in der Klosterstraße 21. Gleichzeitig war er Geschäftsführer der Metallwerke Seppelfricke, an denen er auch finanziell beteiligt war. Obwohl er zum katholischen Glauben übergetreten war, galt Levisohn für die Nationalsozialisten als Jude. Ab 1933 schikanierten und verfolgten sie ihn aufgrund seiner Herkunft und seines politischen Engagements für liberale Parteien. So entzogen sie ihm seine Zulassung als Arzt. Fortan durfte er nur als „Krankenbehandler“ für die jüdische Gemeinde arbeiten. Bei den Novemberpogromen 1938 verwüsteten Nationalsozialisten seine Praxis und verhafteten ihn. Nach seiner Freilassung konnte Levisohn Anfang 1939 mit Unterstützung der Familie Seppelfricke in die Niederlande fliehen. Die Stadt Gelsenkirchen übernahm das Haus Klosterstraße 21 und nutzte es zeitweise als sogenanntes Judenhaus, in dem jüdische Familien aus Gelsenkirchen vor ihrer Deportation in den Osten zusammengepfercht wurden. Während der Zeit der deutschen Besatzung der Niederlande leitete Levisohn eine Widerstandsgruppe. 1942 inhaftierten und misshandelten ihn die Nationalsozialisten im KZ Amersfoort, ihm gelang aber die Flucht. Für seinen mutigen Einsatz zeichnete ihn Prinz Bernhard, der Befehlshaber der niederländischen Streitkräfte, persönlich aus. Später erhielt er die niederländische Staatsbürgerschaft. Er kehrte 1945 nach Gelsenkirchen zurück und arbeitete als Arzt und in der Geschäftsleitung der Firma Seppelfricke. Vehement betrieb er Wiedergutmachungsund Rückerstattungsverfahren und erhielt sein Elternhaus zurück. Er wirkte auch am Aufbau der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ in Gelsenkirchen mit. Zwischen 1946 und 1947 führte er als Vorsitzender den FC Schalke 04 – unter dem Namen Dr. Fritz Lenig, den er mittlerweile angenommen hatte. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11814 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124367 124367 124367 Leopold Sauer 161 Erinnerungsort 45881 Schalker Straße 184 1 Mitte 11 Schalke 1110 Schalke-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Leopold_Sauer.aspx 5709553.165626574 367400.2988674193 0 Leopold Sauer betrieb seit 1919 in der Schalker Straße 184 eine eigene Metzgerei mit großer Wurstküche. Er beschäftigte etwa 75 Angestellte und erarbeitete sich rasch den guten Ruf als „der billigste Metzger der Stadt“. Seine große Leidenschaft galt dem FC Schalke 04. Großzügig bewirtete er regelmäßig den Vorstand des Vereins und versorgte die Spieler mit Fleisch- und Wurstwaren. Dem späteren Meisterspieler Ernst Kuzorra finanzierte Sauer den Führerschein, stellte ihn als Fahrer an und bot ihm so ein gesichertes Auskommen. Weil er Jude war, schloss ihn sein Verein nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 aus. Dennoch soll Sauer anlässlich der ersten Meisterfeier 1934 ein blau-weiß bemaltes Schwein über die Schalker Straße zum Schalker Markt getrieben haben. Sowohl sein Betrieb als auch seine Familie litten zunehmend unter den Schikanen des „Dritten Reiches“. So wurde sein Sohn Werner vom Schalker Gymnasium ausgeschlossen, das mittlerweile „Adolf-Hitler-Gymnasium“ hieß. 1936 musste Sauer sein Geschäft aufgeben und der Zwangsversteigerung zustimmen. Während Tochter Lieselotte nach Afrika fliehen konnte, zog das Ehepaar Sauer mit dem Sohn in ein späteres „Judenhaus“ in der Liboriusstraße. Dort lebte die mittellose Familie bis zu ihrer Deportation in das Ghetto Riga am 27. Januar 1942. Der Leidensweg der Familie führte über das KZ Kaiserwald in das KZ Stutthof, wo Auguste Sauer im Dezember 1944 umkam. Leo Sauer musste kurz darauf gemeinsam mit seinem Sohn einen Todesmarsch antreten, der die Häftlinge in weiter westlich gelegene Lager führen sollte. Vater und Sohn wurden getrennt. Anfang März 1945 ermordeten die Nationalsozialisten Leo Sauer in einem Lager in Pommern. Werner Sauer konnte fliehen. Polnische Bauern versteckten ihn bis zur Befreiung vom Nationalsozialismus. Er baute sich später in den USA ein neues Leben auf. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11860 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124369 124369 124369 Dr. Paul Eichengrün 161 Erinnerungsort 45879 Gildenstraße 7 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Dr._Paul_Eichengruen.aspx 5708311.782702671 367923.8973441463 0 Dr. Paul Eichengrün ließ sich nach seinem Studium in Heidelberg als Zahnarzt in Gelsenkirchen nieder. Seine Praxis befand sich im Erdgeschoss seines Wohnhauses, an der heutigen Ecke Gildenstraße / Sparkassenstraße, das direkt gegenüber der Synagoge lag. Er war nicht nur ein angesehener Mediziner, sondern engagierte sich auch für den Sport: 1932 wählten ihn die Mitglieder zum Zweiten Vorsitzenden des FC Schalke 04. Ein Jahr später führte der Verein im Zuge der nationalsozialistischen „Gleichschaltung“ des Sports eine undemokratische Satzung ein. Da er Jude war, gab Eichengrün daraufhin schweren Herzens und unter der Devise „Alles für Schalke 04!“ sein Amt auf. Seine Sportbegeisterung und sein Organisationstalent kamen danach dem jüdischen Sportbund Schild zugute, in dem sich die aus den anderen Vereinen ausgeschlossenen jüdischen Sportlerinnen und Sportler zusammenschlossen. Die Familie litt unter der fortschreitenden Ausgrenzung. Eichengrüns Praxis ging aufgrund der zunehmenden Hetze gegen Juden immer schlechter. Dennoch konnten sich Eichengrün und seine Frau Ilse zunächst nicht durchringen, Deutschland gemeinsam mit den beiden Kindern Laura und Werner zu verlassen. Während der Novemberpogrome 1938 verwüsteten Nationalsozialisten das Wohnhaus der Eichengrüns und verhafteten den Vater. Seine Frau konnte Paul Eichengrün nur gegen eine hohe Kaution freikaufen. Nach diesen schrecklichen Erlebnissen schickten die Eltern ihre Kinder mit einem Kindertransport nach Großbritannien zu Pflegefamilien. Sie selbst konnten erst kurz vor Kriegsbeginn im Sommer 1939 folgen. Ein Jahr später gelangte die Familie in die USA. Das „Dritte Reich“ entzog Dr. Eichengrün die Staatsbürgerschaft und erkannte ihm 1942 den Doktortitel ab. Unter dem neuen Namen Paul Oakes baute er sich eine neue Existenz als Zahntechniker auf. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11812 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124711 124711 124711 Kaufhaus Sinn-Leffers 161 Erinnerungsort 45879 Bahnhofstraße 41 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Das_fruehere_Kaufhaus_Sinn-Leffers.aspx 5708060.103912878 368031.70693138073 0 Die heutige Bahnhofstraße entstand nach 1847 als Verbindungsstraße zwischen dem alten Ortskern und dem neuen Bahnhof. Sie wurde ab ca. 1860 bebaut. Anfangs gab es dort nur einfache zweigeschossige Wohn- und Geschäftshäuser. Die Inhaber wohnten über den Verkaufsräumen. Das erste mehr-geschossige Textilkaufhaus an dieser Stelle war ein Gebäude von 1899, das 1904 von der Familiengesellschaft Sinn erworben wurde. Nachdem später weitere Grund-stücke und Parzellen an der Bahnhof- und Beskenstraße hinzugekauft worden waren, erreichte das Kaufhaus seine heutige Ausdehnung. 1927/28 entwarf der Berliner Architekten Bruno Paul (1874-1968), Mitbe-gründer des Werkbundes, einen sehr beach-teten Neubau. Er hatte innen einen verglas-ten Lichthof, denn Beleuchtung durch elektrisches Licht setzte sich erst allmäh-lich durch. Dieser über drei Geschosse reichende Raum wurde später teilweise geschlossen. Heute kann man sich im zweiten Obergeschoss noch etwa eine Vorstellung von der ursprünglichen Wirkung machen. Zudem erhielt dieses Kaufhaus eine der ersten Rolltreppen Deutschlands. Die dem Betonskelett vorgehängte Fassade war ganz aus Glas und hatte abgerundete Ecken wie das zeitgleiche Hans-Sachs-Haus. Die empfindliche Fassade litt durch Bergschäden und wurde im Jahr 2007 erneuert. Dabei wurde die Blechverkleidung aus den 1960er Jahren abgenommen und an das Erscheinungsbild von 1928 ange-knüpft. Im Jahr 2009 endete der Verkauf unter dem traditionellen Namen „Sinn-Leffers“. Das Gebäude wurde völlig ausge-räumt, doch im Dezember 2010 kam es zu einem Neuanfang mit der irischen Mode-kette „Primark“. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 11834 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124712 124712 124712 Hausgruppe Berliner Hof 161 Erinnerungsort 45879 Bahnhofstraße 85 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Hausgruppe_Berliner_Hof.aspx 5707846.8015498975 368229.45609541464 0 Blickfang in diesem Teil der Bahnhofstraße sind zwei Fassaden mit ungewöhnlichen Formen. Zuerst entstand das rechte Ge-bäude, das im Erdgeschoss ursprünglich ein Restaurant enthielt, oben lagen Wohnungen. Das linke Gebäude war ursprünglich ein Hotel. Beide Gebäude ähneln sich, sie ent-standen jedoch nicht gleichzeitig. Aber sie hatten den gleichen Bauherrn, den Hotelier Clemens Feller. Seit den 1880er Jahren war Feller erst Pächter, dann Eigentümer des 1869 gebauten Hotels „Berliner Hof“. Er erwarb Nachbargrundstücke bis zur Weber-straße für einen attraktiven Komplex. Zuerst entstand 1904/05 das rechte Gebäude nach Entwürfen von Architekt Hans Guths aus Münster. Dann wurde 1906/08 das alte Hotel durch einen Neubau ersetzt, das einen Innenhof und einen großen Saal zur Weber-straße hatte. In die Erdgeschosse kamen vier Ladengeschäfte. Beide Gebäude haben interessante Fassadendetails: Beim rechten Haus werden zwei Geschosse durch einge-tiefte Bögen zusammengefasst, dazu als Kontrast im 3. Obergeschoß eine dichte Reihe kleiner Fenster und darüber ein weit vorspringendes geschwungenes Dachge-sims. Die linke Fassade hat die Form von zwei identischen Giebelhäusern, die von einem Gelenkstück mit rundem Gesims und runden Balkonen zusammengefasst werden. Derart ambitionierte Jugendstil-Architektur ist in Gelsenkirchen selten. Sie zeigt das Selbstwertgefühl und die Bedeu-tung der Bürger zur Zeit der Großstadt-Werdung. Auf den industriellen Hintergrund verweisen Embleme in den Brüstungen, z.B. Flügelrad und Anker oder Gerätschaften wie das Fliehkraft-Sicherheitsventil einer Dampf-maschine und die Grubenlampe. 1913 übernahm Carl Göllner die Gebäude. Die Familie blieb bis in die 1970er Jahre Eigen-tümer. Dann wurde die Hotel-Nutzung auf-gegeben, aber die unter Denkmalschutz ste-hende Fassade in einen Neubau einbezo-gen. Die Entwürfe dazu fertigte das Gelsen-kirchener Architektur-Büro von Ernst-Otto Glasmeier. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.124713 124713 124713 WEKA - Das frühere Kaufhaus Alsberg 161 Erinnerungsort 45879 Bahnhofstraße 55 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/WEKA_-_das_fruehere_Kaufhaus_Alsberg.aspx 5708002.078705578 368083.2670222573 0 Siegfried Alsberg gründete in den 1870er Jahren in Köln ein Textilgeschäft. Bald folg-ten Filialen in rheinischen und estfälischen Städten, in denen seine Brüder und oft auch andere Personen als weitgehend selbst-ständige Geschäftsführer tätig waren. Das erste Alsberg-Geschäft in Gelsenkirchen wurde 1908 in dem Haus Bahnhofstra-ße 53 eingerichtet. Es war erfolgreich. So wurde 1911/12 nach Plänen der Düssel-dorfer Architekten Klose und Schäfer auf Nachbar-grundstücken ein großer Neubau begonnen. In das alte Geschäft zog das Capitoltheater ein. 1927/28 erfolgte eine erhebliche Erwei-terung sowohl an der Bahnhofstraße als auch an der Augustastraße. Dadurch wurde das Gelsenkirchener Kaufhaus das größte der damals 60 zum Alsberg-Konzern gehö-renden Warenhäuser. Die Firma hatte für ihre jüdischen Mitarbeiter einen Betraum eingerichtet. Zwei der schönen Lampen blieben von der Vernichtung bewahrt und wurden 2007 in die neue Synagoge über-führt. Das Kaufhaus ist ein Stahlbeton-Skelettbau. Die filigranen, mit Natursteinen verklei-deten Pfeiler reichen über drei Ge-schosse. Bemerkenswert sind das Haupt-portal, das dekorative Gesims und das hohes Walmdach mit „Thermenfenstern“. 1933 wurden die jüdischen Eigentümer und ihre Geschäftsführer herausgedrängt und das Ge¬bäude in „WEKA Westfalen-Kauf-haus“ umbenannt. In den folgenden Jahrzehnten setzte verändertes Kaufver-halten den Kaufhäusern zu und neuartige Vertriebsformen wie Selbstbedienung, „Discount“ und spezialisierte Filialketten sorg-ten für Konkurrenz. So kam es 1995 zur Aufgabe als Kaufhaus und zu kleintei-ligen Nachfolgenutzungen unter Wahrung des inzwischen als denkmalwert eingestuf-ten Erscheinungsbildes. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, städtisch true 11871 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.125179 125179 125179 Zoo-Siedlung 161 Erinnerungsort 45889 Münsterstraße 9 1 Mitte 13 Bismarck 1310 Bismarck-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Zoo-Siedlung.aspx 5711772.921686133 368749.8283680737 0 Ursprünglich war die Gegend westlich der Münsterstraße, wo Ende 2002 1.582 Menschen lebten, ein Überschwemmungs-gebiet der Emscher. Der 1914 fertiggestellte Rhein-Herne-Kanal und die Kanalisierung der Emscher veränderte die Landschaft grund-legend. Das Wohngebiet entstand in vier größeren Bauphasen: Den Kern bilden Häuser an der Knesebeck-, Kolb- und Ehmsenstraße, die 1915 nach einem Entwurf des Zechenbaumeisters Hachmann für Bergleute der Schachtanlagen Graf Bismarck 1/4 (jetzt Sozialwerk St. Georg) und 2/5 (jetzt Gewerbegebiet Emscherstraße) gebaut wurden. Bis 1920 waren in den noch nicht fertiggestellten Gebäuden Kriegsgefangene untergebracht, weshalb die Siedlung noch lange den Namen „Russenlager“ trug. Dieser älteste Teil ist charakterisiert durch eingeschossige Hausgruppen mit paarweise angeordneten Giebeln. Die Straßen und Anger rahmen hohe Bäume. Nach der Verlegung und teilweisen Verrohrung der Kleinen Emscher fand 1938/40 eine erste Erweiterung der Siedlung durch die Deutsche Erdöl AG (DEA) statt, die 1923 die Zeche Graf Bismarck gekauft hatte. Damals wurden u. a. Ehmsenstraße 1-3, Knippinckstraße 2-4 und Kolbstraße 16-20 gebaut. Eine viel umfang-reichere Erweiterung erfolgte durch die DEA in den Jahren 1951/54; sie umfasste u. a. Ehmsenstraße 2-14/7-15. Schließlich baute 1957/60 die „Neue Heimat“ an der Kracht- und Sauerlandstraße zwei-geschossige Satteldachhäuser und viergeschossige Flachdachhäuser. Später wurden noch einzelne Lücken mit Einfamilienhäusern gefüllt. Einige Jahre nach der Schließung des Bergwerks trennte sich der Texaco- Konzern, der 1968 die DEA übernommen hatte, von seinem Wohnungs-bestand. Bei den nachfolgenden umfang-reichen Modernisierungen in den 1980er Jahren kam es zum Teil zu starken Veränderungen an Gestaltungsdetails. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges true 11867 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.125438 125438 125438 Margarethe-Zingler-Platz 161 Erinnerungsort 45879 Margarethe-Zingler-Platz 1 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Margarethe-Zingler-Platz.aspx 5708532.08301646 367908.0878816063 0 Das alte Dorf Gelsenkirchen erhielt im Jahr 1571 das Recht, regelmäßig einen Markt abhalten zu dürfen. Nachdem Gelsenkirchen im 19. Jahrhundert zur Stadt geworden war, fand der Wochen-markt auf der sogenannten Wiese in der Nähe des heutigen Musiktheaters statt. Im Jahr 1950 erfolgte im Rahmen der Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Zweiten Weltkrieg der Beschluss, den Hauptmarkt an seinen jetzigen Standort zu verlegen. Obwohl die Umbauarbeiten bis Anfang der 1960er Jahre andauerten, wurde der neue Hauptmarkt bereits seit Oktober 1953 voll genutzt. Der Platz diente seitdem nicht nur als Wochen-markt, sondern auch als Versammlungsort für Kundgebungen und Feste. Bereits seit den 1980er Jahren war eine Rund-erneuerung des Platzes immer wieder im Gespräch. Zwischen 2012 und 2018 wurden schließlich die umfassende Neubebauung mit Wohn- und Büro-gebäuden sowie die Umgestaltung des Platzes mit Mitteln der EU, des Landes NRW und der Stadt Gelsenkirchen realisiert. Im Sommer 1986 beschloss der Rat der Stadt, den Gelsenkirchener Hauptmarkt nach der sozialdemokratischen Widerstandskämpferin Margarethe Zingler (1885-1973) zu benennen. Der Margarethe-Zingler-Platz wurde ebenso wie der Heinrich-König-Platz und der Fritz- Rahkob-Platz am 30. Januar 1987 offiziell eingeweiht. Margarethe Zingler engagierte sich in der Weimarer Republik in sozialdemokratischen Frauengruppen, war Vorstandsmitglied der Gelsenkirchener Arbeiterwohlfahrt und ab 1928 Stadtverordnete für die SPD. Während der Zeit des Nationalsozialismus floh sie in die Niederlande und versorgte sozialdemokratische Zirkel im Ruhrgebiet mit verbotenen politischen Schriften. Nach der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen wurde sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Alfred Zingler am 2. Juli 1943 verhaftet und durch den berüchtigten Volksgerichtshof in Berlin verurteilt. Während Margarethe Zingler eine dreijährige Haftstrafe verbüßen musste, wurde ihr Ehemann am 28. August 1944 hingerichtet. Nach ihrer Befreiung im April 1945 kehrte sie nach Gelsenkirchen zurück und wirkte an der Wiedergründung der SPD und der Gewerkschaften mit. Auch als langjährige Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt und Stadtverordnete trug sie wesentlich zum demokratischen Neuanfang in Gelsenkirchen bei. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges true 11859 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.125439 125439 125439 Statue des Revolutionärs und Diktators W. I. Lenin 161 Erinnerungsort 45899 3 West 30 Horst 3010 Horst-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Lenin-Statue.aspx 5711418.783405107 363010.799576333 0 Wladimir Iljitsch Uljanow (1870-1924), genannt Lenin, war ein russischer Revolutionär und Begründer der Sowjetunion. Seit 1903 führte er die Fraktion der Bolschewiki an, die Vorläuferin der Kommunistischen Partei Russlands. Nach der Februarrevolution 1917 verweigerte Lenin eine Zusammen-arbeit mit der neuen Provisorischen Regierung, die eine parlamentarische Demokratie errichten wollte. Stattdessen eroberten die Bolschewiki im Oktober 1917 die Macht und lösten wenig später die demokratisch gewählte Verfassungs-gebende Versammlung gewaltsam auf. Als Vorsitzender des Rates der Volks-kommissare war Lenin der erste Regierungschef Sowjetrusslands. Er errichtete eine Parteidiktatur der Bolschewiki. Seine Geheimpolizei Tscheka unterdrückte jeglichen Widerstand, erschoss tausende Menschen, darunter auch den Zaren und seine Familie, und sperrte politische Gegner sowie frühere Verbündete in Gefängnisse und Straflager. In einem blutigen Bürgerkrieg sicherten sich Lenin und die Bolschewiki die Macht. Die Verfolgung politischer Gegner dauerte aber an. 1923 wurde auf den Solowezki-Inseln im Weißen Meer das „Nördliche Lager zur besonderen Verwendung“ errichtet, das der Ursprung des Gulag war. Nach Lenins Tod schuf sein Nachfolger Josef Stalin (1878-1953) einen Lenin-Kult, der ihm half, seine Macht zu sichern. In den folgenden Jahrzehnten ließ er im Machtbereich der Sowjetunion tausende Lenin-Statuen aufstellen. Die meisten davon wurden nach dem Nieder- und Untergang der Sowjetunion um 1990 gestürzt. Eine dieser Statuen wurde rund 30 Jahre später von privater Seite in Österreich ersteigert, nach Gelsenkirchen geholt und mit silberner Farbe überzogen. Sie stammt aus der früheren Tschecho-slowakei und geht auf einen Studien-entwurf des Künstlers Vladimír Kýn (1923-2004) zurück. Die Figur wurde später gegen seinen Willen und ohne sein Einverständnis in Eisen gegossen. Er selbst trat 1968 aus Protest gegen die Niederschlagung des „Prager Frühlings“ aus der kommunistischen Partei aus. Die Erben Vladimir Kýns vertreten die Auffassung, dass eine erneute Aufstellung der Statue nicht im Sinne des Künstlers sei. Die neue Besitzerin der Statue stellt sich mit deren öffentlicher Präsentation in die Tradition des stalinistischen Lenin-Kults. Menschen, 5, Kultur, Sonstiges true 11848 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.125509 125509 125509 Deportation jüdischer Menschen von Gelsenkirchen nach Riga am 27. Januar 1942 161 Erinnerungsort 45888 Wildenbruchplatz 1 1 Mitte 14 Bulmke-Hüllen 1410 Bulmke-Hüllen-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/.aspx 5708041.384386813 368736.9786130376 0 Die Erinnerungsortetafel am Wildenbruchplatz wurde am 27.1.2022 enthüllt Am 27. Januar 1942 wurden 500 Menschen jüdischen Glaubens von Gelsenkirchen aus in das Ghetto Riga deportiert. Darunter waren rund 350 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gelsenkirchen. Die anderen Menschen kamen aus dem Kreis Recklinghausen, Bottrop und dem Münsterland. Sie hatten vor ihrer Deportation mehrere Tage in der Ausstellungshalle auf dem Wildenbruchplatz, die als Sammelstelle diente, auf ihre „Evakuierung in den Osten“ warten müssen. Von den Deportierten aus Gelsenkirchen überlebten kaum mehr als 60 Menschen. Im Vorfeld des 80. Jahrestags der Deportation nach Riga gründete sich die Arbeitsgruppe „Erinnerungsort Wildenbruchplatz“, eine engagierte Gruppe von Fans des FC Schalke 04. Die AG beschäftigte sich intensiv mit den Ereignissen im Wildenbruchplatz und der Deportation in das Ghetto Riga, mit den Opfern und den Tätern. Mit wissenschaftlicher Unterstützung durch das ISG erarbeiteten die AG-Beteiligten im Team den Text der Erinnerungsortetafel. Die im Rahmen ihrer Forschungen gesammelten Informationen werden auf dem Blog des ISG https://isgblog.hypotheses.org/tag/ag-erinnerungsort-wildenbruchplatz zur Verfügung gestellt. Über die AG „Erinnerungsort Wildenbruchplatz“ Nach einer Gedenkstättenfahrt von Schalker Fanprojekt und FC Schalke 04 zum Konzentrationslager Auschwitz hatten die teilnehmenden Schalke-Fans den Wunsch formuliert, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Sie möchten dazu beitragen, die Verbrechen an den Gelsenkirchener Jüdinnen und Juden nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Ein Ergebnis dieses Engagements ist die Erinnerungsortetafel am Wildenbruchplatz. Das ISG arbeitet schon länger erfolgreich mit dem FC Schalke 04 zusammen. Bei der Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe der Schalke-Fans wurde gezielt mit den Methoden der sogenannten Citizen Science gearbeitet. Citizen Science bezeichnet die konstruktive Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wissenschaftslaien auf Augenhöhe. Weitere gemeinsame Projekte zu Deportationen aus Gelsenkirchen sind geplant. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11793 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.125857 125857 125857 Die wechselnden Standorte der Horster Hippolytus-Kirche 161 Erinnerungsort 45899 Turfstraße 21 3 West 30 Horst 3010 Horst-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Die_wechselnden_Standorte_der_Horster_Hippolytus-Kirche.aspx 5711321.789779638 363117.1125138962 0 Die älteste Hippolytus-Kirche in Horst stand als Schlosskapelle auf der Vorburginsel des Schlosses. Die Ursprünge der Kapelle stehen im Zusammenhang mit der ersten Flachsiedlung, die nach den Erkenntnissen der Archäologie an der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert errichtet wurde. Die Kapelle wurde parallel zur Entwicklung der Horster Burgen mehrfach um- und ausgebaut. Die letzte Ausbaustufe war ein spätgotischer Saalbau aus dem 15. Jahrhundert mit einem apsidial geschlossenen Chor und wahrscheinlich einem Dachreiter. Die Schlosskapelle war eine Eigenkirche der Familie von der Horst, die als Patronatsherren die Stelle des Priesters besetzten und diesen unterhielten. Wahrscheinlich hatten die Burgherren auch ein eigens für sie reserviertes „Herrengestühl“ in der Kirche. Ein Geistlicher ist erstmals 1295 urkundlich belegt. 1411 wird der Heilige Hippolytus, der Schutzpatron der Pferdezüchter, als Patron der Kirche genannt. Seit Ende des 13. Jahrhunderts bestand ein Bestattungsrecht auf dem umgebenden Kirchhof. Um 1590 wurde die Kapelle, die bis dahin der Pfarrei St. Lamberti in Gladbeck unterstand, zur selbständigen Pfarrkirche erhoben. 1753 wurde die Kapelle ebenso wie der Friedhof aufgegeben und abgebrochen. Ihr Umriss ist nach archäologischer Erschließung seit 2013 in der Pflasterung des Vorburgplatzes kenntlich gemacht. Als Ersatz diente ab 1753 ein Neubau in der Schlossfreiheit. An dessen Standort in der heutigen Burgstraße befindet sich heute ein Hochhaus. Diese zweite Hippolytuskirche wich 1898 der noch heute bestehenden neugotischen Propsteikirche St. Hippolytus an der Essener Straße. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges true 11816 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.125859 125859 125859 Schloss Horst 161 Erinnerungsort 45899 Turfstraße 21 3 West 30 Horst 3010 Horst-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Schloss_Horst.aspx 5711321.071169724 363115.486139322 0 Das Renaissanceschloss Horst erhebt sich an der Stelle einer 1554 durch Brand schwer beschädigten mittelalterlichen Burg, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Besitzer waren die Ministerialadeligen von der Horst, die von den Ruhrhöhen im heutigen Essen stammten. Das Schloss wurde von 1554 bis 1573 von Rutger von der Horst und seiner Ehefrau Anna von Palandt errichtet. Die Ausstattung war 1578 abgeschlossen. Die großzügige, regelmäßige, quadratische Anlage mit ihren mächtigen Ecktürmen und der qualitätvollen Bauskulptur und -ornamentik steht für ein neuartiges architektonisches Konzept. Mit seiner Bauzier in der dekorativen Variante des niederländischen Manierismus ist das Schloss ein exzellentes Beispiel niederländischer Baukunst. Trotz enormer Substanzverluste durch Verfall und Abbruch im 19. Jahrhundert gilt Schloss Horst heute nicht nur als einer der ältesten und bedeutendsten Renaissancebauten Westfalens, sondern auch als wichtigstes Baudenkmal aus dieser Epoche im Ruhrgebiet. Die mit der Restaurierung (1992-1999) einhergehende umfangreiche Boden-, Bau- und Quellenforschung erbrachte in Verbindung mit der Auswertung der zum Großteil erhaltenen frühneuzeitlichen Bauakten Detailkenntnisse zu den vorhergegangenen Burgphasen, zum Ablauf des Schlossbaus und zu dessen Akteuren. Das so gewonnene Bild der Bauzeit und der frühen Jahre des Schlosses wird in der Dauerausstellung „Leben und Arbeiten im Zeitalter der Renaissance“ präsentiert. So ist das Schloss heute ein Erlebnis-, Erkenntnis- und außerschulischer Lernort für kleine wie große Menschen. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges true 11851 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.125860 125860 125860 Die Horster Burgenentwicklung 161 Erinnerungsort 45899 Turfstraße 21 3 West 30 Horst 3010 Horst-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Die_Horster_Burgenentwicklung.aspx 5711321.975396124 363115.871400014 0 Seit dem ausgehenden 11. Jahrhundert wurde der Standort des heutigen Horster Schlosses bebaut. Durch interdisziplinäre wissenschaftliche Untersuchungen kann die Siedlungs- und Baugeschichte am Ort heute beinahe lückenlos rekonstruiert werden.um 1080 Eine Hofanlage diente wahrscheinlich dem Pferdefang im Emscherbruch. Sie bestand aus Schwellbalkenbauten, die in Ständerbauweise errichtet worden waren. Das Haupthaus war mit einem Kachelofen ausgestattet. um 1170/80 Der Hof wurde zu einer zweiteiligen hölzernen Wasserburg weiterentwickelt. Das Hauptgebäude befand sich auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel. Es beherrschte die durch eine Palisade und einen achteckigen Wachturm geschützte Hauptinsel. Auf der Vorburginsel stand neben Wirtschaftsgebäuden eine Burgkapelle, deren Ursprünge in die Zeit der Hofstelle zurückgehen. um 1210 Nach einem Brand ersetzte eine steinerne Turmhügelburg die hölzerne Wehranlage. Auf dem vergrößerten künstlichen Hügel thronte ein Wohnturm mit einer Grundfläche von ca. 11 x 7,5 m, gesichert durch eine Ringmauer. Die Vorburg wurde befestigt und die Kapelle ausgebaut. Sie erhielt Ende des 13. Jahrhunderts das Bestattungsrecht. um 1400 Durch Erweiterungen der Hauptburg (Kloakenanbau, Rundturm und zusätzlicher Wohnbau Anfang des 16. Jahrhunderts) verschwanden im Spätmittelalter Teile der Ringmauer. Gewisse Gebäudeteile ruhten auf am Grund der Gräfte verankerten eichenen Pfahlrosten. Sämtliche Bauten der Vorburginsel waren inzwischen auch aus Stein. Die Kapelle erhielt im 14. Jahrhundert ihren letzten, spätgotischen Ausbau. 1554 – um 1573 Nach einem Burgbrand entstand ein prächtiges vierflügeliges Renaissanceschloss. Die Vorburg erhielt ein prachtvolles Torhaus. Ihre Wehranlagen hingegen verfielen und wurden schließlich abgebrochen. Nach Verfall und Restaurierung, einer geländebedingten Trockenlegung des Schlossgrabens in den 1960er Jahren und städtebaulicher Überformung ist Schloss Horst heute nicht mehr als Wasserschloss erkennbar. Die Vorburg mit dem zweiflügeligen Wirtschaftsgebäude aus dem 19. Jahrhundert (ehemals Scheune und Stallungen, heute Standort von Stadtteilbibliothek und Bürgercenter) und der modernen „Remise“ stellt sich als umbauter Platz dar. Das Schloss zeigt ein Zusammenspiel von Originalsubstanz und modernen Ergänzungen. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges true 11819 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.125861 125861 125861 Die Rettung des Schlosses – Der Förderverein Schloss Horst e. V. 161 Erinnerungsort 45899 Turfstraße 21 3 West 30 Horst 3010 Horst-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Die_Rettung_des_Schlosses__Der_Foerderverein_Schloss_Horst_e._V..aspx 5711322.771335668 363116.6363472161 0 Der augenscheinliche Verfall des Renaissance-Schlosses Horst und die reduzierte Nutzung als Diskothek veranlasste 1985 Horster Bürgerinnen und Bürger, den Förderverein Schloss Horst e.V. zu gründen, um „ihr“ Schloss zu retten. Die Vereinsmitglieder unter dem Gründungsvorsitzenden Johann Kollner (1922-2007) setzten sich zum Ziel, das in seinem kunsthistorischen Wert verkannte Baudenkmal in den Besitz der Stadt zu überführen. Um den weiteren Verfall zu stoppen, sollte es künftig eine sinnvolle und gemeinnützige Funktion erhalten. Was zunächst enthusiastisch und rein ehrenamtlich begann, wurde sehr bald mit der Einbindung wissenschaftlicher Mitarbeiter in Koordination durch den Stadtplaner Dr. Lutz Heidemann professionell weitergeführt. Damit war der Förderverein maßgeblich an den bauhistorischen Untersuchungen und Auswertungen beteiligt. Ebenso fachkundig begleiteten die Mitglieder die Restaurierung des Schlosses von 1992 bis zu seiner Eröffnung als Kultur- und Bürgerzentrum der Stadt Gelsenkirchen am 13. August 1999. Bereits 1993 wurde dieses bürgerschaftliche Engagement und die geleistete fachliche Arbeit mit der Verleihung des Deutschen Denkmalpreises – der silbernen Halbkugel – offiziell gewürdigt. Seit der feierlichen Wiedereröffnung von Schloss Horst beteiligte sich der Verein sowohl an der Reaktivierung der Vorburg als auch am Aufbau des Erlebnismuseums. Menschen, 5, Kultur, Sonstiges true 11818 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.125944 125944 125944 Eine Wandreklame erinnert an eine Gelsenkirchener Familie 161 Erinnerungsort 45886 Bochumer Straße 167 5 Süd 51 Ückendorf 5110 Ückendorf-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Familie_Alexander.aspx 5706802.753297382 369059.4278214667 0 Eine Wandreklame erinnert an eine Gelsenkirchener Familie Als dieses Wohnhaus entstand, wurde bei Abrissarbeiten an der Brandmauer des Nachbargebäudes 2020 eine alte Wandreklame freigelegt: „Gutsitzende Anzüge und Überzieher kauft man am besten bei Alexander, Bahnhofstraße 83, 1 Minute vom Bahnhof“. Die Beschriftung stammt etwa aus dem Jahr 1910. Die Reklame wies ursprünglich auf das Bekleidungsgeschäft der Brüder Jakob und Fritz Alexander hin. Sie erinnert heute an die Kaufmannsfamilie Alexander, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Werther in Ostwestfalen ins Ruhrgebiet kam. Sechs der insgesamt acht Geschwister zogen nach Gelsenkirchen. Während sich Hugo Alexander als Arzt an der Bahnhofstraße niederließ, waren die anderen Alexanders als Kaufleute tätig. Jakob und Fritz Alexander konnten ihr Kaufhaus, für das sie hier Werbung machten, bald erweitern. Sie zogen in größere Räumlichkeiten. Später erwarben die Alexander-Brüder in der Bahnhofstraße das weithin bekannte Kaufhaus Carsch & Co. In der Nähe eröffneten sie ein weiteres Kaufhaus, das KaPe Kleinpreisgeschäft. Ab 1933 geriet die Familie infolge der nationalsozialistischen Verfolgung unter Druck. Weil sie Juden waren, wurden sie entrechtet und schließlich aus der Stadt vertrieben. Im April 1938 mussten die Brüder Alexander ihre Geschäfte weit unter Wert verkaufen. Noch im selben Jahr flohen Jakob, Fritz sowie ihre Schwester Johanna mit ihren Familien nach Brasilien. Alex und Hugo Alexander emigrierten mit ihren Familien in die USA. Die älteste Schwester Lina Alexander starb 1939, sie wurde in Gelsenkirchen bestattet. Keines der 17 Mitglieder der Alexander-Familie kehrte nach 1945 nach Gelsenkirchen zurück. Die Werbeinschrift wurde 2021 aufgrund ihrer historischen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH hat als Eigentümerin des Hauses besondere Schutzmaßnahmen für den Erhalt getroffen. Im Innern des Gebäudes bleibt ein Teil des Originals hinter einem Glasfenster sichtbar. Zudem erinnert eine großformatige Reproduktion der Wandreklame an die „gutsitzenden Anzüge und Überzieher“ der Familie Alexander. Erinnerungsorte – eine Aktion von Stadt Gelsenkirchen, Institut für Stadtgeschichte und Demokratischer Initiative in Partnerschaft mit der Gelsenkirchener Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft mbH und der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, 2022 Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 8625 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.126201 126201 126201 Die Synagoge von Buer – „Mein Haus ist ein Haus der Gebete für alle Völker“ 161 Erinnerungsort 45894 Gustav-Bär-Platz 1 2 Nord 20 Buer 2040 Buer-Zentrum isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Die_Synagoge_von_Buer__Mein_Haus_ist_ein_Haus_der_Gebete_fuer_alle_Voelker.aspx 5715599.52331525 365105.06135842245 0 Jüdische Menschen lebten seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Buer. Ab 1910 bildeten sie eine „Zweiggemeinde“ der Synagogengemeinde Dorsten. Die Gläubigen versammelten sich an den Feiertagen lange im Amtshaus Buer oder im Nebenraum einer Gaststätte. Der Bau einer Synagoge wurde dann mit Privatspenden finanziert. Das Grundstück an der Maelostraße stellte die Stadt Buer zur Verfügung. Die feierliche Einweihung fand am 12. November 1922 statt. „Mein Haus ist ein Haus der Gebete für alle Völker“, stand einladend über dem Eingangsportal. Oberbürgermeister Emil Zimmermann sagte der Gemeinde den Schutz der Stadt zu. Etwa 150 Jüdinnen und Juden lebten zu dieser Zeit in Buer. Bald kamen auch jüdische Gläubige aus Horst zu den Gebeten. 1931 erhielt die Gemeinde ihre Selbständigkeit. Die Gottesdienste in Buer waren jüdisch-liberal geprägt. Die Gläubigen beteten und sangen auch auf Deutsch. In der Synagoge saßen Männer und Frauen in einem Raum. Aber das jüdische Gemeindeleben konnte sich nur wenige Jahre entfalten. Diskriminierung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung betrafen ab 1933 auch die Menschen in Buer. Am Abend des 9. November 1938 wurde die Synagoge durch Nationalsozialisten verwüstet und angezündet. Die Feuerwehr griff nicht ein. Das Gotteshaus brannte bis auf Reste der Außenmauern ab. Viele männliche Mitglieder der Gemeinde wurden ins Konzentrationslager gebracht. Zahlreiche Familien verließen bald das Land. Die noch verbliebenen Mitglieder der Gemeinde wurden 1942 in Lager deportiert, die meisten wurden dort ermordet. Seit dem 12. November 1992 erinnert ein Gedenkstein an die Synagoge in der Maelostraße. Der Grundriss des Gebäudes wurde durch Pflastersteine links neben und vor dem Hallenbad im Boden sichtbar gemacht. Der Platz davor erhielt im Mai 1993 den Namen Gustav-Bär-Platz. Er war seinerzeit Lehrer und Prediger in der Buerschen Synagoge. Seine Familie wurde von den Nationalsozialisten aus Buer vertrieben und fand Zuflucht in den USA. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges true 11817 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.127385 127385 127385 Gertrud-Bäumer-Realschule 161 Erinnerungsort 45879 Rotthauser Straße 2 - 4 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Gertrud-Baeumer-Realschule.aspx 5707912.1314197155 367716.0270193367 0 Die erste weiterführende öffentliche Mädchenschule in Gelsenkirchen wurde 1906 eingerichtet. Dieses Lyzeum war anfangs provisorisch untergebracht und erhielt 1913/14 einen Neubau in städtebaulich hervorgehobener Lage am Anfang der neu angelegten Zeppelinallee und gegenüber dem damaligen Rathaus. Schmuckdetails wie Giebel, Wandpfeiler, Rundbogenfenster und Arkaden wecken Erinnerungen an fürstliche Bauten um 1800. Im Inneren gibt es u. a. bemerkenswerte Treppen und Gänge. Die Schule entwarf der Architekt Ernst Bode (1878–1944). Das ehemalige Direktorenhaus an der Zeppelinallee stammt noch vom alten städtischen Schlachthof, der bis 1913 auf dem Hintergelände in Betrieb war. Das Lyzeum zog 1938 in das Gebäude des katholischen Mädchengymnasiums in Bulmke. Dieses war aufgrund des politischen Drucks der Nationalsozialisten aufgegeben worden. Am hiesigen Standort wurde eine neue Mädchenrealschule eingerichtet. Sie erhielt 1958 den jetzigen Namen. Gertrud Bäumer (1873–1954) war eine herausragende Vertreterin der Frauenbewegung. Sie machte sich insbesondere um die Frauen- und Mädchenbildung verdient. Zwischen 1919 und 1932 war sie liberale Reichstagsabgeordnete. Als scharfe Kritikerin des Nationalsozialismus wurde die Beamtin 1933 entlassen. Sie wirkte fortan als Schriftstellerin. Weil sie zwischenzeitlich manche Positionen der NSDAP hinnahm, wurde Gertrud Bäumer nach 1945 kritisiert. 1961/63 wurde eine Aula mit Turnhalle gebaut. 1976 öffnete sich die Schule für Jungen. Die fensterlose Wand zur Rotthauser Straße schmückt seit 1988 ein Wandbild des Malers Karl-Heinz Langowski. Nach jahrzehntelangen Provisorien mit Behelfsbauten auf dem Hof erhielt die Schule 2002/04 an der Teutstraße einen Ergänzungsbau mit sieben Klassenräumen. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges true 11822 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.128529 128529 128529 Die Skulptur "Olympia" von Fritz Klimsch 161 Erinnerungsort 45894 Goldbergpark isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Olympia.aspx 5716006.04684871 365583.30898573535 0 Zusammenleben, Menschen, 5, Kultur, städtisch false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.137486 137486 137486 Gründungsort des FC Schalke 04 in der früheren Hauergasse 161 Erinnerungsort 45881 Herzogstraße 54 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Hauergasse.aspx 5709333.052541774 366685.2718966646 0 Es handelt sich um den Gründungsort des FC Schale 04 an der ehemaligen Hauergasse 2 in Schalke. Sport, 5, Kultur, städtisch true 12194 Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.137534 137534 137534 Dr. Rudolf Bertram (1893-1975) – Arzt und Lebensretter 161 Erinnerungsort 45879 Katholischer Altstadtfriedhof, Kirchstraße isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Dr._Rudolf_Bertram_1893-1975__Arzt_und_Lebensretter.aspx 5708281.155370595 368502.1893832976 0 Menschen, 5, Kultur, städtisch false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.137550 137550 137550 Betten-Neuwald – Die Verfolgung und Ermordung einer alteingesessenen Gelsenkirchener Familie im Nationalsozialismus 161 Erinnerungsort 45879 Arminstraße 15 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Betten-Neuwald.aspx 5708160.239190737 368077.1254635089 0 Nationalsozialismus, 5, Kultur, städtisch false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.137645 137645 137645 Das „Horster Ziel“ und das „Finish“ der Galopprennbahn Gelsenkirchen-Horst 161 Erinnerungsort 45899 Am Bowengarten 57 3 West 30 Horst 3010 Horst-Nord isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Das_Horster_Ziel_und_das_Finish_der_Galopprennbahn_Gelsenkirchen-Horst.aspx 5711060.12482605 363395.4763470164 0 Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts fanden auf dem Grundstück des pferdebegeister-ten Horster Schlossherren Maximilian von Fürstenberg-Borbeck erste Pferderennen statt. Auf diesem Gelände entstand schließlich 1910 auf Initiative des 1895 gegründeten Emscherthaler Reiter- und Rennvereins eine moderne Galopprennbahn. In den folgenden Jahrzehnten lieferten sich auf dem Horster Geläuf tausende Pferde spannende Rennen auf internationalem Niveau, unter anderem um den bekannten ARAL-Pokal. An Renntagen kamen zeitweise bis zu 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer aus Nah und Fern. Der Rennbetrieb wurde im Jahr 2003 eingestellt. Auf dem ehemaligen Geläuf entstand ein Rundweg, der heute mit einer Gesamtlänge von ca. 2.320 Metern um einen Golfplatz führt. Der Schluss-bogen der Horster Rennbahn war mit einem Radius von 200 Metern der größte in Europa. Mit einer Zielgeraden von ca. 700 Metern galt Horst als eine der fairsten Rennbahnen im Galopprennsport. Auf der Zielgeraden fand das „Finish“, d.h. der Endspurt, statt. In Horst kam es immer wieder zu äußerst knappen Zieleinläufen. Das „Horster Ziel“ half der Renn- leitung bei der Entscheidung, welches der Pferde als Sieger die Nase vorne hatte, welche sich platzierten und welche unter „ferner liefen“ angeführt werden mussten. Der Zielspiegel ermöglichte Zielfotos, die aus leicht erhöhter Position von der Außenseite des Geläufs aufgenommen wurden. Sie erfassten den Spiegel komplett und machten so auch das Pferd auf der innersten Spur erkennbar. Die auf dem Zielspiegel angebrachte rot-weiße-Raute diente den Jockeys zur Abschätzung der Entfernung bis zur Ziellinie. Sport, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.137971 137971 137971 Keiner schiebt uns weg! – Die „Heinze-Frauen“ und ihr Kampf um Lohngerechtigkeit 161 Erinnerungsort 45886 Bochumer Straße 74 isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/stadtprofil/stadtgeschichten/erinnerungsorte/keiner_schiebt_uns_weg__die_heinze-frauen_und_ihr_kampf_um_lohngerechtigkeit.aspx 5707239.808017161 368581.53104808927 0 Die Geschichte der „Heinze-Frauen“ und ihr Kampf um „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ begann Ende 1978. Eine Arbeiterin der Heinze Fotolabor-Betriebe GmbH in Gelsenkirchen-Bismarck las auf dem Lohnstreifen eines Kollegen, dass dieser einen außertariflichen Zuschlag von 1,50 DM auf seinen Stundenlohn bekam. Beide erledigten aber dieselbe Arbeit. Es stellte sich heraus, dass diese Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen in der Abteilung durchgehend bestand. Mit Unterstützung des Betriebsrats und der Industriegewerkschaft Druck und Papier entschlossen sich 29 Arbeiterinnen, vor Gericht zu gehen. Sie forderten Lohngleichheit und eine rückwirkende Auszahlung der Zuschläge für drei Monate. Dabei konnten sie sich auf das Grundgesetz und europäisches Recht beziehen. Dennoch mussten die „Heinze-Frauen“ die drei Instanzen des Arbeitsgerichts durchlaufen. Ihr Kampf fand große öffentliche Unterstützung und ein breites Echo in den Medien. 45.000 Menschen unterschrieben Solidaritätsadressen. Über 6.000 Menschen kamen zu einer Solidaritätsveranstaltung. In der Volkshochschule entstand eine Dokumentation. Die Ruhrfestspiele führten das Stück „Frauen sind keine Heinzelmänner“ auf. Sie selbst veröffentlichten eine Schallplatte mit dem Song „Keiner schiebt uns weg!“ Am 9. September 1981 sprach das Bundesarbeitsgericht in Kassel den Laborarbeiterinnen endlich ihr Recht zu. Die „Heinze-Frauen“ erhielten eine Nachzahlung von 20.000 DM. Weitere 100.000 DM standen allerdings nur noch auf dem Papier. Die Firma Heinze ging 1983 in Konkurs. Der bahnbrechende juristische Erfolg der „Heinze-Frauen“ ist unbestritten. Nach ihnen gab es mehrere vergleichbare Prozesse in anderen Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiteten. Das Urteil von 1981 gilt als wegweisend für den Kampf gegen Lohndiskriminierung. Doch bis heute ist die Forderung nach „Equal Pay“ für viele Frauen aktuell. Menschen, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.137972 137972 137972 Elli Goldbeck (1912-1941) 161 Erinnerungsort 45886 Rheinelbestraße 18 5 Süd 51 Ückendorf 5130 Ückendorf-West isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Elli_Goldbeck.aspx 5707116.150396584 368490.8625767327 0 Eine Gelsenkirchenerin als Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde Eine neue Erinnerungsorte-Tafel für ein Gelsenkirchener Opfer des NS-Krankenmordes wurde am 19. November 2025 durch Bezirksbürgermeister Thomas Fath eingeweiht. Die Tafel informiert über den Lebens- und Leidensweg von Elli Goldbeck an ihrem Wohnhaus in der Rheinelbestr. 18. Sie gehörte zu den Opfern des systematischen Krankenmors des NS-Regimes. Zwischen 1939 und 1945 ermordeten die Nationalsozialisten unter der Tarnbezeichnung „Aktion T4“ mehr als 200.000 Menschen, deren Leben aufgrund ihrer Erkrankung als „unwert“ galt. Die Gelsenkirchenerin Elli Goldbeck wurde 1935 mit der Diagnose „Schizophrenie“ in die Provinzial-Heilanstalt Lengerich eingewiesen. Dort wurde sie 1938 zwangsweise unfruchtbar gemacht, und drei Jahre später wurde sie in einer Gaskammer der Tötungsanstalt Hadamar ermordet. Das ISG hat die Tafel in Zusammenarbeit mit Dr. Jörg Wittenhaus von der LWL-Klinik in Lengerich entwickelt, der ebenso wie Stephan Bögershausen, Leiter der Arbeitsgruppe Lengericher Gedenkpfad, an der Einweihung teilnahm. Der Lengericher Gedenkpfad entstand aus einer Initiative der Mitarbeiterschaft der LWL-Klinik Lengerich und erinnert seit 2017 an die Opfer der staatlich organisierten Krankenmorde während der Zeit des Nationalsozialismus. Nationalsozialismus, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.140606 140606 140606 Hauptbahnhof Gelsenkirchen und Bahnhofscenter 161 Erinnerungsort 45879 Bahnhofsvorplatz 10 1 Mitte 10 Altstadt 1010 Altstadt isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Hauptbahnhof_Gelsenkirchen_und_Bahnhofscenter.aspx 5707732.067897218 368283.6408717685 0 Die beiden Reliefs mit „Flügelrad“ und Preußischem Adler stammen vom Giebel der 1904 fertiggestellten Eingangshalle des Hauptbahnhofes Gelsenkirchen. Im Jahr 1843 begann der Bau der zunächst eingleisigen Strecke von Köln nach Minden. Es war die erste Eisenbahn im späteren Ruhrgebiet. Die Trasse verlief nördlich von Essen und Bochum, weil hier weniger Brücken oder Geländebewegungen erforderlich waren. Östlich von Minden begann das Königreich Hannover. Bald wurde die Strecke, die 1847 in Betrieb gegangen war, bis Berlin verlängert. Wo ein Feldweg zwischen Gelsenkirchen und Ückendorf die Gleise kreuzte, entstand 1847 ein Haltepunkt. Wenig später wurde der Weg zum Gelsenkirchener Dorfkern, in dem etwa 700 Menschen lebten, befestigt. Daraus entwickelte sich die Bahnhofstraße. Im Jahr 1904, inzwischen war Gelsenkirchen eine Großstadt mit fast 150.000 Einwohnern, erhielt die Stadt einen repräsentativen Hauptbahnhof. Zudem wurden die Gleise höhergelegt und die Unterführung zur Bochumer Straße angelegt, die jetzige Passage zwischen Altstadt und Neustadt. In den 1950er Jahren wurde die Unterführung Ringstraße/Wickingstraße auf vier Spuren vergrößert. Anfang der 1980er Jahre wurde der Hauptbahnhof grundlegend umgebaut. Er erhielt einen Anschluss an die neue U-Bahn, um die Straßenbahn aus der Bahnhofstraße herauszunehmen. Dafür wurde eine Häuserzeile am Bahnhofs-vorplatz abgebrochen, in der sich u.a. das Bahnhofshotel befand. Als Gelenk zur Bahnhofstraße entstand 1984 das Bahnhofscenter. Gleichzeitig wurden zwei Parkhäuser und der Busbahnhof angelegt, um den Bahnhof sowohl regional als auch bundesweit gut anzubinden. Den Umbauten fiel auch das alte Empfangsgebäude zum Opfer. Im Jahr 2005 kam es zu umfang-reichen Verbesserungen: So baute man Aufzüge zu den Bahnsteigen, führte Tageslicht in die Passage und öffnete einen Teil der überdachten Flächen in Richtung Bahnhofscenter. Stadtbaugeschichte, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.140642 140642 140642 Bergmannsheil und Kinderklinik Buer – Von den Bergärzten zur modernen Gesundheitsversorgung 161 Erinnerungsort 45894 Schernerweg 4 2 Nord 20 Buer 2030 Buer-Ost isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/stadtprofil/stadtgeschichten/erinnerungsorte/bergmannsheil_und_kinderklinik_buer__von_den_bergaerzten_zur_modernen_gesundheitsversorgung.aspx 5715100.474887545 365557.33987433976 0 Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeitende können sich dort über die Anfänge der medizinischen Versorgung informieren, insbesondere über die Betreuung von Bergleuten, bis hin zur Entwicklung eines der wichtigsten Zentren für die Notfallversorgung im nördlichen Ruhrgebiet. 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung
erinnerungsort.140714 140714 140714 Das Schalker Gymnasium - eine der ältesten Schulen Gelsenkirchens 161 Erinnerungsort 45881 Liboriusstraße 103 1 Mitte 11 Schalke 1120 Schalke-Ost isg@gelsenkirchen.de https://www.gelsenkirchen.de/de/Stadtprofil/Stadtgeschichten/Erinnerungsorte/Das_Schalker_Gymnasium_-_eine_der_aeltesten_Schulen_Gelsenkirchens.aspx 5709160.694198136 368086.8302704088 0 Das heutige Schalker Gymnasium wurde im April 1876 als „höhere Bürgerschule“ eröffnet. Im November 1910 zog die Schule in einen repräsentativen Neubau zwischen Kaiser-straße (heute Kurt-Schumacher-Straße) und Schalker Straße. Das Gebäude hatte antikisierende Säulen an der Außen-fassade, eine große Kuppel aus Kupfer und war in den Farben orange und rot gehalten. Als erster „Abiturient“ bestand Wilhelm Ter-Nedden an Ostern 1882 die Abschlussprüfung. Erst 1961 führte die Schule die Koedukation ein. Drei Jahre später bestanden die ersten Frauen am Schalker Gymnasium die Abiturprüfung. In der Zeit des Nationalsozialismus benannte sich die Schule im April 1933 in „Adolf- Hitler-Gymnasium“ um. Im Zuge der nationalsozialistischen Herrschaft mussten die meisten jüdischen Schüler die Schule verlassen. Der letzte jüdische Schüler absolvierte 1934 das Abitur. Bombenangriffe zerstörten das alte Gebäude am Ende des Zweiten Weltkrieges, es wurde 1954 endgültig abgerissen. Für mehr als zwei Jahrzehnte zog die Schule in das Gebäude an der Hammerschmidtstraße, genannt „Schalker Penne“. 1966 wurde das heutige Gebäude an der Liboriusstraße errichtet, das 2003 noch einmal umfangreich umgebaut wurde. Im Innenhof befindet sich das Kunstwerk „Windorgan“ (1996) von Günther Uecker. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten Griechisch, Latein oder Hebräisch zum huma- nistischen Fächerkanon, aber auch moderne Fremdsprachen wie Englisch und Französisch wurden unterrichtet. Das Schalker Gymnasium führte schon 2011 das Abitur G9 (als Schulversuch) wieder ein. Seit 2013 werden zudem Schülerinnen und Schüler im Gemeinsamen Lernen (Inklusion) zusammen mit Regelschülerinnen und -schülern der Klasse beschult. Heute haben viele Schülerinnen und Schüler einen internationalen Hintergrund. Für den Unterricht stehen Klassenräume zur Verfügung, die mit moderner Technik aus- gestattet sind. Zusammenleben, 5, Kultur, Sonstiges false Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung